Eine Frage der Emanzipation

Bin ich eigentlich emanzipiert, wenn ich rund um die Uhr arbeite, durch die Gegend hetze, keine ruhige Minute für mich habe und mich dann noch ständig überall rechtfertige, für alles, was ich nicht geschafft habe?

Nur, wenn ich daran großen Spaß habe.

Advertisements

3 Gedanken zu “Eine Frage der Emanzipation

  1. Das ist ja der große Denkfehler der Emanzipationsbewegung: Anrecht auf Kindergartenplätze bis 15 Uhr, Betreuung U3, OGS, G8 usw ermöglicht den FRAUEN gleichberechtigt am Berufsleben teil zu nehmen. Das mag für eine elitäre Gruppe von Intellektuellen richtig sein, aber die haben sich schon immer mit Aupairs, Omas, Haushaltshilfen usw. beholfen. Die Durchschnittsfrau kann sich nicht „selbst verwirklichen“ durch Arbeiten gehen, denn WAS ist daran Selbstverwirklichung, wenn man an der Supermarktkasse die Artikel über den Scanner zieht? Finanziell ist das auch eher ein Null-Summenspiel… wer darunter leidet sind die Kinder. Natürlich bin ich dafür, dass Frauen arbeiten gehen können, wenn sie wollen oder müssen. Ja auch das gibt es. Aber dieser Zwang zur „Selbstverwirklichung“ (natürlich nur durch den Beruf) ist schon merkwürdig.
    Da stellt sich doch glatt die Frage:
    WAS ist Selbstverwirklichung und: wieso steht Selbstverwirklichung immer sofort mit dem Wort „Karriere“ in Verbindung. Ist doch banane.

    Gefällt 2 Personen

    1. Das sehe ich wie Du!
      Durch die Emanzipation haben wir eine Menge mehr Druck und Aufgaben bekommen. war ein voller Gewinn … es gibt ja nichts Gutes ohne Schattenseiten und so weiter. Aber diese darf man dann auch sehen und benennen, finde ich!

      Die Supermarktkassiererin ist auch immer mein persönliches Beispiel: Ist das jetzt Karriere? Wo sind überhaupt all die Frauen, die Kind und Karriere (Selbstverwirklichung) unter einen Hut bringen müssen? Ich kenne nur sehr wenige. Die meisten arbeiten halt in ihren Jobs und fertig.

      Und vielleicht ist es für manche Selbstverwirklichung – was weiß ich – mit den Kindern zuhause zu sein, ein paar Bilder zu malen und den Haushalt zu erledigen. Diese Gleichmacherei nervt mich gewaltig. Auf einmal „müssen“ wir uns alle pausenlos verwirklichen und selbstoptimieren …

      Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s