Artikel auf Welt.de vom 22.12.2015 – Früher war irgendwie weniger Stress, oder?

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http://www.welt.de/debatte/kommentare/article150152387/Frueher-war-irgendwie-weniger-Stress-oder.html

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15 Gedanken zu “Artikel auf Welt.de vom 22.12.2015 – Früher war irgendwie weniger Stress, oder?

    1. Er berührt ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt. Die Frage, ob wir wirklich mehr Stress haben als die Generationen vor uns oder nicht. Und damit zusammenhängend, ob wir uns zurecht beschweren? Auch wenn unsere Großmütter von früh bis spät gearbeitet haben, hatten sie aus meiner Sicht vermutlich für die einzelnen Tätigkeiten mehr Zeit. Die Welt um sie herum war, wie in dem Artikel beschrieben, sicher nicht so komplex.

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    1. So sehe ich es auch, der Wohlstand und die damit zusammenhängenden Konsummöglichkeiten sind ab einem gewissen Maß mit großer Vorsicht zu genießen. Ich sage mir auch „Ich bin lieber entspannter und fahre weniger in den Urlaub, weil ich nicht so viel verdiene, als dass ich total urlaubsreif bin, weil ich so viel verdiene und der Urlaub nur dafür da ist, meine Arbeitskraft wiederherzustellen“. Wenn Du verstehst, was ich meine ;-).

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      1. Ich teile nicht alle „Meinungen“ oder „Fakten“ wie zb dass mehr Zeit für freizeit da ist. Als berufstätige Mutter habe ich oft gar keine Freizeit. Es gibt aber auch nicht das soziale Netzwerk wie für spielende Kinder auf den Bauernhof. Ich besitze weder Kaffeemaschine noch spülmaschine. Außerdem gab es damals gesundes „bio“Essen für alle. Ich finde den Artikel zwar von der Idee her gut aber stimme bei den Details nicht zu. Auch finde ich nicht dass Alternativen per se stressig sind. Ach ja und meine Kleidung trage ich bis sie sich nicht mehr flicken lässt und h&m ist wegen Kinder Arbeit etc sowieso tabu. Ach ich Rede mich gerade in rage 😀 muß wohl der WeihnachtsFreizeitstress sein =D

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  1. Früher war mehr Lametta! 😀

    Man glaubt gar nicht, wie viel mehr Zeit man hat, wenn man z.B den Fernseher nicht einschaltet oder aber den Computer.

    Meine Urgroßeltern hatten 16 eigene Kinder plus 2 Adoptivkinder und keine Waschmaschine, dafür aber einen Bauernhof. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Leben weniger stressig war. Hinzu kamen die ständigen Unruhen und Kriege in Europa. Vergleicht man mal, wie die Leute damals mit 50 ausgesehen haben und die heutigen sogenannten Silver-Ager, dann weiß man, wer das härtere Leben hattte.

    Ich glaube durchaus, dass wir heute ein stressiges Leben haben, aber dieser Stress ist oft – nicht immer – hausgemacht und müsste so nicht sein.

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    1. Wenn man das Aussehen der älteren Generation früher und heute vergleicht, fällt wirklich auf, dass die heutige ältere Generation viel fitter und jugendlicher daherkommt. Und dass ein Teil unseres Stresses hausgemacht ist, glaube ich auch. Das Problem ist nur, dass es eine ganze Menge Mut erfordert, sich gegen die meisten um einen herum zu stellen und zu sagen, „dieses oder jenes ist doch jetzt total überzogen. Da mache ich nicht mit.“ Und wenn man ein Kind hat, ist es noch ein bisschen schwerer, denn man will ihm auch nicht „seine Zukunft verbauen“, indem man sich dieser überdrehten, hektischen Gesellschaft regelmäßig verweigert.

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      1. Ich weiß gar nicht, ob man den Kindern wirklich etwas verbaut, wenn man sich bei so manchen Dingen querstellt. Ich glaube vielmehr, dass Kinder von ihren Eltern einen offenen Blick erwarten. Es ist unser Job, sie auf das Leben vorzubereiten, wobei ihr Leben schon wieder anders sein wird, als unseres. Wir müssen also gewissermaßen in die Glaskugel sehen, um unsere Kinder auf ihre Zukunft vorzubereiten. Ein Ding der Unmöglichkeit.
        Es ist also umso wichtiger, dass unsere Kinder mit einem kritischen Blick auf die Welt da draußen groß werden. Sie werden dann nämlich später feststellen, wie viele Dinge sich doch wiederholen und dass so manche Neuheit sich als alter Hut entpuppt.

        Ich glaube, dass wie immer die Mischung das Rezept macht. Einer meiner Lieblingssätze ist immer, dass man Flöhe und Läuse haben kann. 😀 . Man kann also das eine tun und braucht das andere nicht zu lassen.

        Ich denke, das schlimmste, was man Kindern antun kann, ist die unkritische Übernahme von Gepflogenheiten, Regeln, politischen Interessen etc. Wer, wenn nicht wir, soll denn ihren Blick schärfen?

        Das ist unser Job. Steht zwar nur im Kleingedruckten und man liest es nicht so wirklich, wenn man sich für Kinder entscheidet. Aber wir sind der Sparringspartner, die Reibungsfläche, das Haltegerüst, um gerade zu wachsen. Das schaffen wir nicht, wenn wir uns selbst verbiegen lassen.

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        1. Ich denke auch, dass das, was Du beschrieben hast, der Job von uns Eltern ist. Dieser Job ist offensichtlich verdammt hart, aber das ist mir ja schon in den vergangenen drei Jahren aufgefallen ;-). Und ich habe festgestellt, dass ich in den Jahren mit Kind auch deutlich an Stärke hinzugewonnen habe, Dinge nun klarer benenne. Mein Kind hat mir schon in vieler Hinsicht sehr gut getan, vielleicht kann ich seinen Weg so besser begleiten. Ich wünsche es mir.

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