Fernsehen und fettige Pommes vom Lieferservice

Wie sieht denn nun mein ganz persönlicher Tag als frisch wieder halbtags arbeitende Mutter aus?

Morgens stehe ich relativ früh auf, um halbwegs entspannt, halbwegs ordentlich zurechtgemacht, mit halbwegs schmackhaften Brotboxen und einem halbwegs gut gelauten Kind in den Tag zu starten. Das gelingt eigentlich bisher auch ganz gut.

Und auch das Wetter kann uns nichts anhaben. Neuerdings verbindet mich eine große Freundschaft mit unserer Frostschutzabdeckung fürs Auto. In letzter Zeit hat niemand so viel für mich getan wie sie ;-).

Wenn die Übergabe in der Kita dann relativ reibungslos geklappt hat, geht es ins Büro. Und da gibt es natürlich auch ordentlich zu tun, wie überall. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mein zügiges Arbeitstempo nicht gleich lieber mal wieder ein wenig reduzieren sollte, denn das könnte der Grund für den Sittenverfall sein, der ab dem Nachmittag erfolgt.

Wenn ich das Büro verlasse, bin ich nämlich bereits todmüde.

Heute ertappte ich mich außerdem dabei, wie ich meinem Kind einen Fastfoodketten-Besuch vorschlug.

Zuhause angekommen habe ich noch bis 16 Uhr 30 durchgehalten und bin dann immer wieder auf dem Sofa eingedämmert.  Mein Kind nutzte die Gunst der Stunde und schlug vor, eine DVD mit einem Maulwurf zu gucken. Das durfte es dann auch, neben mir sitzend, bis ich um ca. 18 Uhr 30 wieder aus meinem tranceähnlichen Zustand erwachte, den ich nur unterbrochen hatte, um die DVD mehrmals wieder auf Anfang zu stellen.

Als mein Mann nach Hause kam, hatte ich es gerade geschafft, die Wohnung oberflächlich aufzuräumen, aber ich war immer noch so müde, dass ich ihm vorschlug, sich doch bitte etwas beim Lieferservice zu bestellen.

Ja, das ist die nackte Wahrheit und ich finde sie nicht schön. Hoffentlich ist das nur der Übergang. Ich möchte wieder regelmäßig mit meinem Kind an die frische Luft gehen, ihm viel mehr Kinderbücher vorlesen und es zu seinem geliebten Kinderkurs begleiten.

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4 Gedanken zu “Fernsehen und fettige Pommes vom Lieferservice

  1. Es wird besser, versprochen! Am Anfang war ich auch immer so müde, besonders als ich nach dem Großen angefangen habe wieder zu arbeiten. Nach der Kleinen war es besser, ich bin nicht umgefallen wie tot. Früher ins Bett gehen hat gereicht. Ich habe mir aber irgendwann eine Haushaltsperle gesucht. Ich wollte nicht die Tage, an denen Energie übrig war, mit Putzen und Wäsche verbringen. Außerdem war ich nicht so grantelig, wenn die Kinder mal was dreckig gemacht haben, ich wußte ja, dass in ein paar Tagen die Perle kommt und mich „rettet“. Liebe Grüße

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  2. Ich bin ja froh, dass meine Gattin nicht bloggt. Sie würde vielleicht auch die Faltgarage zum fürsorglichsten Beziehungselement hochloben. Und der Maulwurf ist doch klasse. Wir haben alle seine DVDs. Es fehlt uns in der Tat aber auch dieser DJ-TELLER, der automatisch nachlädt…

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