Kita …

hätte ich Dich doch nie kennengelernt.

Seit Du in mein Leben getreten bist, gibt es Probleme.

Du hast mir zwar diverse freie Stunden verschafft.

Aber das wurde deutlich überkompensiert durch den Stress, den Du verursacht hast.

Du beschäftigst Erzieher, die schlecht bezahlt sind und in vielen Fällen ausgebrannt. Du gibst den wirtschaftlichen Druck an sie weiter, tust aber so, als ob alles, was im Haus abläuft, normal wäre.

Deine Erzieher sind immer wieder auf mich zugekommen mit dem Appell, ich solle doch bald wieder arbeiten, und gaben mir das Gefühl, es sei unnormal, länger als ein Jahr Zuhause zu sein. „Wenn man sich das leisten könne …“ hallt es mir noch in den Ohren.

Seit ich wieder arbeite, gibt es keine Probleme bei der Arbeit. Nein. Das läuft eigentlich ganz gut. Aber die Vorgänge in der gleichen Kita, deren Mitarbeiter mir immer wieder sagten, ich solle wieder arbeiten, machen mir nun das Leben schwer.

Wenn ein Kind lebendig ist, seinen eigenen Willen hat und nicht in Dein Schema passt, liebe Kita, dann hat es ein Problem. Und die Eltern gleich dazu.

Klar, ist ja auch die einfachste Lösung.

Und wem schadet schon die ein oder andere Therapie. Wir brauchen sie doch alle, regelmäßig, immer mehr.

Was stelle ich mich denn so an?

Ich habe keine Lust, wieder vor einem kopfschüttelnden Kinderarzt zu stehen, der keinen Anlass für eine Therapie sieht. Es ist meine kostbare Zeit und die meines Kindes, die ihr immer wieder in Anspruch nehmt.

Und ich bin froh, dass es Kinderärzte gibt. Sonst wäre ich als Mutter diversen Pseudospezialisten ausgesetzt, die ungeprüft mit immer neuen Therapievorschlägen Stress verursachen. Da kann es schon auffällig sein, dass mein Kind ein Buch zu schnell durchblättert. Dann braucht es dringend Ergotherapie. Anstatt es positiv zu sehen, dass sich ein Kind im Krippenalter überhaupt so sehr für Bücher interessiert.

Liebe Kita, ich kann an Dir verzweifeln.

Manchmal wünsche ich mir so sehr mein altes Leben von vor der Geburt zurück. Meinen geliebten Schatz, mein Kind, würde ich natürlich behalten. Aber alles andere drum herum würde ich nicht eine Sekunde vermissen. Ich habe in meinem Leben noch nie mit so viel Schwachsinn zu tun gehabt. Und ich muss mich wohl oder übel an ein System anpassen, das rücksichtslos ist, gegenüber den Bedürfnissen der Mitarbeiter, der Eltern und nicht zuletzt derer, um die es eigentlich gehen sollte, der Kinder.

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8 Gedanken zu “Kita …

  1. Nun. Ich gehe demnächst mit meinem Kind zu einer Kinderpsychologin. Ich will das jetzt aber selber. Mein Kind haut und schuppst und tritt andere, Kinder wie Erzieher. Es ist oft zu laut und stört und wird daher aus Aktivitäten ausgeschlossen, die auch seine Zukunft als Schulkind beeinflussen. Es wird so noch mehr zum Außenseiter gemacht. Natürlich sind wir Eltern Schuld. Am meisten sicher ich als Mutter, aber das traut sich keiner laut zu sagen. Wieder ein Termin der untergebracht werden will. Ich weiß nicht, für wie lange. Ansonsten ist unsere Kita auch groß daran, Logo und Ergo zu erwähnen, bei jeder Kleinigkeit. Zum Glück haben wir einen entspannten Kinderarzt.

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    1. Danke für Deinen Kommentar. Ich bin auch eine Mutter, die, wenn ihr Kind Probleme hat, jederzeit zum Kinderpsychologen gehen würde. Warum nicht? Das zeigt doch nur, dass man seinem Kind helfen will. Ich kann mich nur tierisch aufregen, wenn man wegen nichts und wieder nichts (wie z.B. dem schnellen Umblättern von Büchern und Geräuschempfindlichkeit) Therapien empfohlen bekommt. Ich denke, wir verstehen uns ;-). Alles Gute für Dein Kind.

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      1. Ne. Schon verstanden. Hier kamen sie auch: Kind mit 3 noch etwas undeutlich gesprochen. Logopädie. Kind mit 4 Stift noch nicht richtig gehalten und weniger Interesse am Malen (Junge!): Ergotherapie. Das ging mir auch zu weit. Sein Verhalten jetzt ist halt ein echtes Problem, das man aber meiner Meinung nach anders angehen sollte als das Kind mit Ausschluss aus geliebten Aktivitäten zu bestrafen. Denn gebracht hat das bisher nichts. Auch nicht zu Hause. Und uns nicht znterstellen, wir würden ihm als Eltern alles durchgehen lassen (antiautoritär) oder nur gegeneinander arbeiten. Bei der Psychologin fühlte ich mich jetzt schon mal ganz gut aufgehoben.

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  2. Lass dich bitte nicht von Anderen beeinflussen! Was für dich, dein Kind, dein und euer Leben richtig und gut ist, kannst, sollst und musst ganz allein du beurteilen und entscheiden.
    Ich bin drei Jahre zu Hause geblieben. Und? Ich bin froh dass ich es gemacht habe. Man braucht keine Besserwisser oder externe Erziehungsberater… Einfach nur viel Liebe und Geborgenheit. Alles andere ist unwichtig.
    Mit lieben Grüßen

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