Zwischenfazit nach ein paar Wochen im Job

Ich habe mir vorgenommen, immer mal wieder in Zeitabständen zu berichten, wie es sich denn jetzt anfühlt, wieder zu arbeiten. Mit einem Kleinkind (3 Jahre alt).

Das Arbeiten an sich läuft gut und der Rest geht gar nicht!

Und mein anonymer Blog erlaubt mir auch, schonungslos darüber zu schreiben.

Bestandsaufnahme:

  • Mein Kind bekommt deutlich weniger Zuwendung
  • Mein Kind sitzt viel mehr vor dem Fernseher
  • Es kommt seltener raus
  • Mein Kind war seit dem Jobbeginn nicht mehr beim Kinderturnen
  • Meine freien Freitage sind immer für irgend etwas anderes draufgegangen (Erholung am Freitag Fehlanzeige)
  • Ich habe ein Schlafdefizit, weil mein Kind neuerdings wieder nachts regelmäßig nach mir verlangt
  • Deshalb schlafe ich auch nachmittags oft auf dem Sofa ein, anstatt mich mit meinem Kind zu beschäftigen
  • Ich habe in ein paar Wochen bestimmt drei Kilo zugenommen. Von den neu gekauften Hosen passt mir nur noch eine.
  • Ich habe das Gefühl für meinen Körper verloren
  • Ich habe den Eindruck, ich funktioniere nur noch
  • Meinen Mann habe ich schon vorgewarnt: Sollte ich irgendwann irgendwo umkippen, dann kommt das von der Vierfachbelastung: Kind, Haushalt, Job und Kita-Ärger obendrauf.
  • Mein Mann und ich streiten mehr
Fazit bis hierher: Ich bin erst seit ein paar Wochen dabei und habe das Gefühl, bereits jetzt die letzten Reserven zu mobilisieren. Wenn sich unser Kita-Problem in welche Richtung auch immer löst, dann wird es sicher wieder ein wenig besser.
Also, mein Dilemma als arbeitende Mutter ist Folgendes: Das Arbeiten im neuen, weniger anspruchsvollen Job geht mir gut von der Hand und gefällt mir auch (Wer meine alten Beiträge gelesen hat, weiß, dass ich davon selbst überrascht wurde ;-)).  Aber ich habe keine Zeit für Regeneration, wie ein „normaler“ Arbeitnehmer: Wochenende ist kein Wochenende und Urlaub ist kein Urlaub. Ach ja, Urlaub, Freizeit, Freiheit. Was war das nochmal?
Und was nützt es mir, wenn es mir bei der Arbeit gefällt, ich aber nicht regenerieren kann, weil mein Kind von der Kita-Sache aufgewühlt ist und nicht gut schläft und mich nachts immer weckt? Und was nützt es mir, wenn es mir bei der Arbeit gefällt, es meiner kleinen Familie aber nicht gut geht?
Die Zeit wird zeigen, wie es weitergeht …
Warum ich mich traue, das so realitätsnah zu berichten? Weil ich heute mit einer ebenfalls arbeitenden Mutter sprach, die mir ähnliche Dinge erzählte … z.B. dass sie keine Kraft mehr für soziale Kontakte am Wochenende habe und nur noch müde sei …
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7 Gedanken zu “Zwischenfazit nach ein paar Wochen im Job

        1. Du hast so Recht. Kräfte konservieren. Das habe ich heute auch von einer Dreifach-Mama, die arbeitet, gehört. Kleine Sorgen mit kleinen Kindern, die mir jetzt schon schrecklich genug vorkommen, sollen einen wohl langsam vorbereiten auf die großen Sorgen mit großen Kindern. Da spricht die Weisheit der erfahrenen Mütter. Und die erkenne ich natürlich an :-). Also, wahrscheinlich lache ich bald darüber, dass ich über den ganzen Quatsch auch nur länger als eine Stunde nachgedacht bzw. mich geärgert habe. Wahrscheinlich sind alle anderen Kitas genauso gut oder genauso schlecht.

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