Sätze eines Traummanns

„Bin gleich wieder da. Bringe nur schnell den Müll runter.“

„Soll ich noch etwas einkaufen?“

„Leg‘ Dich in die Badewanne. Ich kümmere mich ums Wickeln und ins Bett bringen.“

„Du kannst gern mal am Wochenende eine Freundin besuchen oder für zwei Tage in ein Hotel fahren.“

„Ob Du arbeiten möchtest oder zuhause bleiben. Das ist voll und ganz Deine Entscheidung.“

„Ich übernehme heute Nacht den „Babydienst“. Du sollst einfach mal eine Nacht durchschlafen.“

„Ich staubsauge mal eben.“

„Am Wochenende schlaf‘ Dich in Ruhe aus. Ich beschäftige die Kinder und mache mit ihnen ein schönes Frühstück.“

„Ich bin gleich mal mit unserem Kind auf dem Spielplatz. Mach‘ Dir ein paar schöne Stunden.“

„Entscheide Du das. Ich will Dir da nicht reinreden. Du hast Dich um alles gekümmert. Alle Informationen eingeholt, alle unangenehmen Gespräche geführt. Dann darfst Du auch entscheiden. Ich vertraue Dir.“

„So etwas hat sie zu Dir gesagt? Das ist ja unmöglich. Diese doofe Kuh!“ anstatt „Wieso? Das hat sie bestimmt nicht so gemeint!“

„Morgen mache ich mal die Brotbox fertig, wecke unser Kind und bereite es für die Kita vor und Du kannst etwas länger schlafen.“

„Mein Geld ist auch Dein Geld. Du sollst nicht darunter leiden, dass die Gesellschaft die Leistungen einer Mutter so wenig wertschätzt. Lass‘ uns noch eine kleine zusätzliche Rente für Dich einrichten und einen monatlichen Betrag überweisen. Dafür reicht unser Geld noch.“

„Du, ich habe mir überlegt, dass ich unser Kind ab jetzt jeden zweiten Tag vor der Arbeit in die Kita bringe. Es ist irgendwie unfair, wenn Du morgens alles machst und ich mich in Ruhe duschen und zur Arbeit fahren kann. Wir arbeiten schließlich beide.“

Und die absolute Traumformulierung:

„Du siehst müde und erschöpft aus. Ich sehe, dass Du Dich den ganzen Tag abrackerst. Ich sehe, wie sehr sich Dein Leben verändert hat, seit wir ein Kind haben und welche Opfer Du als Mutter bringst, allein um unser kleines Leben am Laufen zu halten.

Danke, mein Schatz.

Womit kann ich Dir das Leben ein wenig leichter machen?“

 

 

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20 Gedanken zu “Sätze eines Traummanns

    1. Jetzt habe ich gerade ganz genau hingeguckt, ob das ein Doppelpunkt oder ein Semikolon ist. Und ich war beruhigt, als ich das Semikolon gesehen habe. Nicht, weil ich Dir den Traummann nicht gönne, sondern weil ich sonst grün vor Neid geworden wäre, obwohl ich kein neidischer Typ bin ;-).

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      1. doch, er ist wirklich so……überrascht mich auch immer noch mit Dingen, die ich gern mag…….aber aufgezogen habe ich meine Kinder ziemlich allein, er war meist beruflich unterwegs!!!! und mit ganz kleinen Kids konnte er nix anfangen….also Hoffnung nicht aufgeben 😉

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  1. Check. Traummann hier vorhanden. Hurra! Allerdings sehe ich auch zwei Sachen anders:

    1. Wenn einer das Kind bringt und einer es abholt, finde ich nicht unbedingt, dass einer den leichteren Job hat. Ansonsten kann man ja auch einfach die „Schicht“ tauschen

    2. „Ich sehe, wie sehr sich Dein Leben verändert hat, seit wir ein Kind haben und welche Opfer Du als Mutter bringst, allein um unser kleines Leben am Laufen zu halten. Danke, mein Schatz.
    Womit kann ich Dir das Leben ein wenig leichter machen?“

    Das gilt für uns beide. Könnte ich auch zum Vater sagen. Wie ist das bei Euch?

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    1. Das freut mich für Dich :-). Und irgendwie leuchtet das auch ein, denn eine sehr faire Arbeitsteilung geht auch aus Deinen Beiträgen hervor. Bei uns ist die Arbeitsaufteilung noch etwas konservativ, aber ich arbeite an einer Verschiebung 😉

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      1. Einfach anfangen 😀 Das einfachste: Samstags schläft ein Elternteil aus, Sonntags das andere. Immer. Wer tauschen will, muss es von sich aus absprechen. Und wer früher aufwacht, darf bis 10 Uhr seiner Freizeit nachgehen. (Wir haben als Obergrenze dafür 10 Uhr festgelegt).

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  2. Ich möchte das nicht auf meinem Blog schreiben, aber ich hatte diesen traummann vor dem Jugendamt. Mein Mann hat vom Jugendamt gelernt ein normaler man zu sein, ein Macho und ich hätte gerne meinen alten Mann zurück. Und ich weiß nicht wie ich ihn verzeihen soll dass er mir in den Rücken fiel: jetzt ist das Jugendamt gegen dich, die Ärzte auch, dein Kind ist krank — dann bin ich auch mal gegen dich.

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    1. Das ist traurig. Ich kenne das auch im Kleinen. Viele Männer halten den Druck von außen wahrscheinlich nicht aus und suchen dann in ihrer Frau, dem Opfer, das sich gerade wehrt, auch noch den Sündenbock. Das ist total bitter. Das meinte ich in meinem Beitrag mit dem Zerstören von Familien. Was meinst Du, was wir hier für Diskussionen wegen des Kitawechsels hatten?

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