Dass ich arbeite …

ist schlecht für mein Kind:

Es kommt viel weniger an die frische Luft

Es bekommt viel weniger vorgelesen

Es bekommt viel weniger Zuwendung

Ich bin angespannt und ungeduldig

Ich werde viel häufiger laut

ist schlecht für meine Ehe:
Ich bin schlecht gelaunt
Ich beschwere mich regelmäßig darüber, dass ich keine Zeit mehr für mich habe
Es gibt „Weg-Verteilungskämpfe“ in Bezug auf die ganzen Dinge, die gemacht werden müssen und für die beide keine Kraft haben
ist schlecht für die Umwelt:
Ich fahre mehr mit dem Auto
Ich benutze aus Zeitmangel und Bequemlichkeit mehr Feuchttücher
Ich trenne den Müll nicht mehr so gründlich
ist gut für die Steuereinnahmen
ist gut für die Rentenkasse: Ob am Ende wirklich für meine persönliche Rente, das steht auf einem anderen Blatt geschrieben
ist gut für die Wirtschaft:
Ich kann mir keine Gedanken mehr über Ausgaben machen. Ich habe keine Zeit dafür.
Ich konsumiere mehr, aus Stress, aus Frust. Ich gebe Geld für Dinge aus, die ich gar nicht gebraucht hätte, wenn ich nicht arbeiten würde.
Aber …
das Arbeiten ist gut für mein Ego. Weil man als Hausfrau ja ein Mensch zweiter Klasse ist (Nicht in meinem Augen, aber in den Augen derer, die die Mütter durch ihr Leben hetzen, damit sie Geld bringen, für die Rentenkasse, für die Wirtschaft, für die Gesellschaft)
Ich möchte nicht aufhören, zu arbeiten. Es lenkt mich von den belastenden „Kinderthemen“ ab (wie schlechte Kita etc.). Lustig, man möchte arbeiten, um von der schlechten Kita-Qualität abgelenkt zu werden. Wenn man nicht arbeiten würde, bräuchte man die Kita gar nicht. Oder doch? Ach ja, Kinder, die nicht in die Kita kommen entwickeln sich nicht richtig. Alles Ideologie … Wir werden manipuliert und gesteuert und keine Mutter merkt es.
Ich weiß nicht viel, aber eines weiß ich nun schon länger: Die Lebensqualität als Mutter/Vater ist unterirdisch.
Und das liegt nicht an den wunderbaren Kindern. Sie leiden genauso wie wir.
Vereinbarkeit? Fehlanzeige! Für mich gäbe es die nur, wenn ich zwei Tage die Woche arbeiten könnte und man sich aus den Angelegenheiten der Familien endlich mal elegant heraushalten würde. Dann gäbe es aus meiner Sicht auch mehr glückliche Mütter und Väter.
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6 Gedanken zu “Dass ich arbeite …

    1. Eine Idee, die ich im Hinterkopf behalten sollte, falls es in den nächsten Monaten immer nur schlimmer und nicht besser wird. Vielen Dank für diese gute Anregung. Mein Chef wird natürlich nicht amused sein.

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  1. Ein Teufelskreis, da hast Du absolut recht. Niemand ist zufrieden, egal was man macht. Da hilft nur, sein eigenes Ding durchzuziehen und auf Durchzug zu schalten. Komischerweise gelingt mir das langsam richtig gut.
    Schönen Feierabend,
    Isabelle

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