Wenn man nicht weiß, wen man zum dritten Geburtstag seines Kindes einladen soll … und wie dann doch noch alles gut wurde

Die positive Resonanz auf meinen letzten Beitrag hat mich mutig gemacht (Na ja, mutig ist relativ in einem anonymen Blog 😉 ).

Mutig, etwas preis zu geben, das mir sehr unangenehm war, obwohl ich gar nichts dafür konnte. Etwas, das sicher nicht nur mir passiert.

Als der dritte Geburtstag meines Kindes näher rückte, machte ich mir Gedanken, welche Kinder ich mit ihren Müttern einladen könnte. Meine Freundinnen von vor der Geburt haben keine oder viel ältere Kinder, so dass diese für einen Kindergeburtstag nicht ganz in Frage kamen.

Und, wenn ich es mir Recht überlegte, waren die Kindergartenbekanntschaften einfach noch nicht gefestigt. Ich war jeden Tag nach der Kita auf den Spielplatz in der Nähe gedackelt und hatte mich mit Müttern unterhalten, aber es blieb, auch bei Sympathie, alles an der Oberfläche. Wenn dann mal eine Mutter da war, die gut zu passen schien, mussten sie oder ich auf einmal hinter unserem jeweiligen Kind her rennen, es wickeln, einen Streit schlichten, den Eimer zurückgeben, immer gab es Störfaktoren.

Also, die Kindergartenmütter mit Kindern aus der Gruppe meines Kindes kannte ich nicht wirklich gut, obwohl ich sie oft sah. Ich war zum Kinderturnen gegangen, sogar auf Empfehlung einer sehr netten Mutter. Sie freue sich, wenn wir auch kämen, aber dann kam sie so gut wie gar nicht mehr. Das hatte, ich bin mir ausnahmsweise mal sicher, nichts mit mir zu tun, aber sie war sehr erschöpft, arbeitete viel und hat mir vor ein paar Monaten auch gesagt, dass sie nachmittags immer todmüde sei.

Meine Versuche, mit anderen Müttern beim Kinderturnen in Kontakt zu kommen, schlugen meist fehl. Spätestens, wenn das Gespräch gerade ein wenig interessant wurde, weil man nicht nur Oberflächlichkeiten austauschte, fiel eines unserer Kinder hin, wurde geschubst oder wollte einen Keks oder etwas trinken. Also, wieder nichts.

Ich habe mich redlich bemüht und irgendwie waren alle immer zu sehr mit sich selbst beschäftigt, auch, wenn das Keine zugab.

Nun rückte der Geburtstag meines Kindes näher, das auch noch am Liebsten Bücher über Kindergeburtstage vorgelesen bekam und auch mit seinen Kuscheltieren regelmäßig Geburtstag spielte.

Ich sagte mir, ich könne doch Kind X und Y mit ihren Müttern einladen, auch wenn die noch nie bei uns waren (Das hatte sicher nicht zuletzt auch damit zu tun, dass unsere Kita nicht in unserer Wohnnähe ist und Mütter ohne Autos dann schlecht zu uns kommen.)

Mein Kind spielte in der Kita sehr viel mit Kind X und Y und ich war der Meinung, diese kleinen zarten Freundschaften rechtfertigten den Versuch, einen netten Geburtstagskaffee zu veranstalten.

Es ergab sich, dass sich die Mutter von Kind X zu dieser Zeit auch gern mal mit mir verabreden wollte und ich traf sie ein paar Mal privat, auch bei ihr zuhause. Ich war glücklich, dass es zu passen schien. Mein Kind und ihr Kind mochten sich. Das war offensichtlich. Ich war glücklich und sah schon eine nette kleine Geburtstagsfeier vor mir.

Nur … leider kam es anders. Die andere Mutter erzählte mir eine Geschichte, von der ich herausfand, dass Vieles davon nicht stimmte, stimmen konnte. Es war ein so großer Vertrauensbruch, dass ich nicht einfach darüber hinweg sehen konnte und dass ich nicht einmal mehr bejahen konnte, dass ich den Kontakt meines Kindes zu dem anderen Kind aktiv unterstützen wollte. Es war ein leiser Bruch (wir sprachen trotzdem noch oberflächlich und freundlich miteinander, denn unsere Kinder gingen in die gleiche Kindergartengruppe), dessen Gründe ich hier nicht ausführen möchte, aber der einfach nicht mehr zu kitten war. Man sollte einer anderen Mutter schon vertrauen können. Das ist die Basis, um das eigene Kind mal in ihre Obhut geben zu können.

Nun sah ich meine Felle davonschwimmen. So schlimm das klingt. Mein Kind wurde drei Jahre alt und es hatte noch keine feste Spielfreundschaft.

Ich machte mir Vorwürfe. War ich doch schuld? Eine zu alte, wählerische Mutter? Hatte ich mich nicht genug angestrengt? Auch nach langem Nachdenken konnte ich kaum Verfehlungen meinerseits ausmachen.

Ein großer Fehler war jedoch, vor ein paar Jahren zu glauben, einfach mal nebenbei schwanger sein zu können und den Job in vollem Tempo weiter zu fahren und mich auch noch von der Familie zu einer großen Hochzeit überreden zu lassen. Es gab Kollateralschäden, deren Folgen ich jetzt noch bearbeite. Ein Kind, das eine stressige Schwangerschaft aushalten musste und nach der Geburt noch oft zu Ärzten und zur Physiotherapie musste.

Den Geburtsvorbereitungskurs, in dem man sehr wertvolle Kontakte knüpfen kann, machte ich nebenbei mit und war auch nicht daran interessiert, die Kontakte zu halten, da ich so sehr im Stress war.

Nun, ich war durch unsere Situation vor dem Geburtstag meines Kindes in einer sehr misslichen Lage. Ich konnte kein Kind aus der Kita einladen, da das Kind der „unehrlichen Mutter“ es mitbekommen hätte und ich das nicht übers Herz brachte. Das Kind konnte doch nichts dafür. Dann war es besser, wenn mein Kind gar nicht feierte.

Ein paar Tage später bekam ich mit, dass das zweite Kind, Kind Y, mit dem mein Kind ebenfalls gern in der Kita spielte, Geburtstag gefeiert hatte … ohne mein Kind. Ja, den Eltern konnte man es nicht verdenken, denn man lädt ja auch nur eine begrenzte Zahl an Kindern ein. Traurig war ich trotzdem, dass mein Kind noch nicht so nachhaltige Kontakte geknüpft hatte. Es war schüchtern. Und kam erst langsam aus seinem Schneckenhaus heraus.

Beruhigend wirkte auf mich, dass mir eine Erzieherin aus der Krippe sagte, dass viele Kinder erst um die drei Jahre überhaupt richtig Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen.

Der Geburtstag meines Kindes war nun nur noch zwei Wochen entfernt. Vor zwei Tagen hatte ich erfahren, dass meine Eltern leider am Geburtstag meines Kindes unterwegs waren. Ich hatte die Bücher wie „Conni feiert Geburtstag“, „Jan und Julia feiern Geburtstag“ etc. auf den Schrank verbannt. Da kam ich abends ins Wohnzimmer, wo mein Kind in extenso „Kindergeburtstag“ spielte, mit Plastiktellerchen und -tässchen gedeckt hatte. Ich sollte mit ihm für sein Stofftier singen und dann für mein Kind und dann für mich. Jeder sollte mal Geburtstag haben. In diesem Moment war ich einfach nur verzweifelt und war froh, dass mir beim Happy-Birthday-Singen für das x-te Stofftier nicht die Stimme versagte. Ich konnte mir keine gleichaltrigen Kinder aus den Rippen schneiden. In unserem sehr turbulenten Leben in der Schwangerschaft und nach der Geburt war Vieles zu kurz gekommen. Das wurde mir klar. Ich war froh, dass ich die Kontakte zu meinen alten Freundinnen wenigstens noch irgendwie gepflegt hatte.

Ich wollte einen schönen Geburtstag für mein Kind und grübelte hin und her, lag nachts wach. Dann fiel es mir ein. Wir fragten meine Schwester, ob sie mit uns am Geburtstag den schönen Weihnachtsmarkt in der Stadt besuchen würde, denn mein Kind liebte Weihnachtsmärkte. Dann lud ich für ein paar Tage später unsere lieben Bekannten aus dem Nachbarhaus ein, die doch in regelmäßigen Abständen zu uns kamen, an die ich aber gar nicht gedacht hatte, weil deren Kinder im Alter ein wenig von meinem Kind entfernt waren. Ich sagte ganz offen, dass keine anderen Kinder kämen, irgendwie hätten wir leider noch nicht so viele Kontakte geknüpft. Das war mir sehr unangenehm, furchtbar unangenehm, aber es war die Wahrheit. Und sie kamen und haben mit uns und unserem Kind einen richtig netten kleinen Geburtstagskaffee verbracht.

Ich schreibe diesen Text, weil ich glaube, dass es immer wieder Mütter in dieser Situation gibt, aus den unterschiedlichsten Gründen. Und ich wünsche mir, dass diese Situation nicht so mit Scham besetzt ist. Ich möchte aufzeigen, dass man sich nach Alternativen umsehen kann, z.B. einem schönen Ausflug, auf die Familie ausweichen oder auch einfach mal mutig Menschen einladen, die man noch nicht so gut kennt. Manchmal läuft es im Leben nicht so rund. Wenn es dann aber unmittelbar oder mittelbar unser Kind betrifft, dann tut das einfach nur weh. Wenn man selbst aus irgendeinem Grund nicht Geburtstag feiert, so what? Aber man möchte, dass das eigene Kind glücklich ist. Deshalb habe ich mir vorgenommen, dass ich niemals komisch gucken werde, wenn mich mal eine Mutter aus der Kita einlädt, die ich noch gar nicht oder nicht so gut kenne. Ich werde die Einladung dankend annehmen und hoffen, dass damit wieder ein Kind glücklich gemacht wurde.

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23 Gedanken zu “Wenn man nicht weiß, wen man zum dritten Geburtstag seines Kindes einladen soll … und wie dann doch noch alles gut wurde

  1. Schön, dass ihr trotzdem eine schöne Feier mit den Bekannten hattet 🙂
    Ich verstehe aber nicht, warum du das Kind der „weggebrochenen“ Bekannten nicht trotzdem zum Geburtstag einladen wolltest. Das bedeutete doch nicht, dass ihr den Kontakt intensivieren müsst.

    Ansonsten: So bis zum 4. Geburtstag, öfters auch zum 5. ist es dem Kind noch nicht soo wichtig, wer kommt. Dann suche ruhig einfach drei nette Kinder aus Kita, Nachbarschaft und Turngruppe aus, auch wenn ihr bisher noch keinen richtigen Kontakt hattet und ladet sie ein. Es sind ja letztendlich nur 3 Stunden. Die Kinder spielen auch oft noch nebeneinander.
    Ich lese so ein bisschen heraus, dass du – wie bei älteren Kindern – nur die besten Freunde einladen wollte und dich etwas scheust bei Eltern, mit denen ihr noch keinen Kontakt habt. Dann bedenke einfach, es ist der Geburtstag der Kinder, die Eltern spielen da nur eine Nebenrolle. Sie sind nur Bringer und Aufpasser.

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    1. Ja, Du hast Recht, man kann doch einfach auch Kinder einladen, deren Eltern man noch nicht oder nicht so gut kennt. Da bin ich wohl manchmal selbst auf eine Art schüchtern. Und zu dem Kind der „weggebrochenen“ Bekannten. Es war schon eine üble Geschichte, weshalb ich nicht einmal drei Stunden vor unseren Kindern heucheln wollte, es sei alles OK.

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        1. Das ist keine Heuchelei. Das Kind braucht Kontakte auch wenn die Mutter sich nicht korrekt verhalten hat. Es geht ausschließlich um die Kinder. Du bräuchtest den Kontakt ja nicht intensivieren – was auch nicht geht – aber ein Geburtstag wäre schon drin. Sorry schwer mal eben im Kommentar Feld zu erklären …

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          1. Das Kind hat auch Kontakte. Sie haben eine große Familie und es ist ein fröhliches, kontaktfreudiges Kind. Ich wollte keinem der beiden schaden (habe ich auch nicht!), aber das, was ich mit der Mutter erlebt habe, war schon so, dass es mir nicht mal mehr möglich war, sie einzuladen.

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              1. Das ist traurig. Ich war zu dem Kind weiterhin immer nett, wenn ich es sah. Ihm gegenüber habe ich mir nichts anmerken lassen und zur Mutter war ich auch immer höflich. Ich denke, die Mutter hat daraus gelernt, denn durch ihr Verhalten hat sie ihrem Kind eine potenzielle Spielkameradin genommen. Ich denke, bei der nächsten Mutter wird sie es viel besser machen.

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    1. Vielen lieben Dank! Ja, es war ein schöner Geburtstag. Und mir fiel ein großer Stein vom Herzen. Auch der Weihnachtsmarktausflug mit meiner Schwester hätte für mein Kind schon gereicht, glaube ich. Das wollte ich anderen Müttern sagen: Seid nicht traurig oder sogar so verzweifelt wie ich, wenn die Kontakte im Mutterleben noch nicht so gefestigt sind. Wie sollen sie es auch sein? Andere Mütter sind auch so sehr mit sich, ihrem Stress, ihren sich verändernden Beziehungen, Jobeinstieg beschäftigt, dass die persönlichen Beziehungen mal aus dem Focus geraten können. Man kann ja fürs nächste Lebensjahr des Kindes noch ein wenig mehr daran arbeiten und sich doch mal für einen passenden Kurs anmelden ;-). Erzwingen kann man solche Dinge sowieso nicht (bin ich auch gar nicht der Typ für), bestenfalls begünstigen :-). Aber das musste ich erst erkennen. Bis dann hoffentlich irgendwann ein kleines Netz von passenden Kind-Mutter-Bekanntschaften entsteht, können auch andere liebe Menschen um die eigene kleine Familie herum, dem eigenen Kind Geborgenheit vermitteln.

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  2. Ich bin auch sehr traurig. Der zweite Geburtstag war sehr schön. Haben wir geschafft trotz Jugendamt. Den dritten haben wir nicht mal geschafft zu planen. Wie waren am Ende unserer Kräfte. Mein Kind möchte so gerne Freunde haben und wir sind oft zu erschöpft um das Haus zu verlassen. Es ist sehr bitter für mich. Ich hatte mit drei schon vier gute Freunde und wir besuchten uns wechselseitig.

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    1. Dass Du mit drei schon vier gute Freunde hattest, das finde ich richtig viel und klasse. Aber, ich habe es deshalb auch nochmal in meinem Text geschrieben: Viele Kinder haben ab drei auch erst richtig den Wunsch danach. Vorher spielen viele nebenher und nicht miteinander. Das musste ich mir auch erst einmal klar machen. Ich war ja schon traurig, dass mein Kind mit eins noch keine beste Freundin hatte ;-). Ich habe diesen Text auch geschrieben, um mir das ganze Thema noch einmal klar zu machen. Mein Kind soll regelmäßig die Möglichkeit haben, andere Kinder kennenzulernen und dafür will ich noch mehr tun. Aber, wenn man als Mutter gerade auch noch Kräfte sammeln muss, wie ich auch, dann darf man auch Prioritäten setzen. Das finde ich vollkommen legitim. Ich denke, ich muss lernen, den Dingen mehr Zeit zu geben. Kinder suchen sich zu gegebener Zeit, was sie brauchen. Sie haben da eine große Stärke. Natürlich muss man sich irgendwann aufmachen und ihnen die Kontaktmöglichkeit bieten. Die haben sie natürlich theoretisch auch in der Kita. Also, ich drücke uns ganz fest die Daumen, dass der vierte Geburtstag einfacher wird :-). In welcher Form auch immer…

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      1. Das mit dem nebenher spielen sagt einem niemand. Mein Kind hat nur mit ganz wenigen Kindern ab zwei gespielt. Wenn es genau gepasst hat. Unwahrscheinlich. Erst zwischen drei und vier fängt das zusammen spielen an. Es wird aber vom gros der Erwachsenen immer versucht das die kleinen zusammen spielen. Was quatsch ist und Stress bringt

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        1. Genau, das setzt einen als Mutter massiv unter Druck. Ich habe auch mal gesehen, wie zwei Mütter krampfhaft wollten, dass ihre kleinen Töchter miteinander spielen. Die haben das nicht gewollt und die Mütter waren richtig sauer. Also, man muss für sich den Druck rausnehmen :-).

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          1. Es steht nicht in Büchern. Oder wenn dann nicht so direkt. Durch die krabbelgruppen wird ganz stark suggeriert dass die Kinder zusammen spielen. Niemand sagt die dass du kurse eigentlich für die Mütter sind und es mit einem Baby ganz schön stressig ist einen Termin wahrzunehmen da man dort eine Uhrzeit einhalten muss was niemals mit den Bedürfnissen des Kindes kompatibel ist. Heißt: Baby timen = schreien / Stress. Also bitte nur in Kauf nehmen wenn du als Mutter von der Krabbelgruppe profitierst. Nicht für dein Kind.

            Diese ganzen falschen Vorstellungen machen das Eltern Leben zur Hölle. Ich wusste vieles wusste aber nicht dass andere es nicht wissen.

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    2. Und noch etwas, Simmis Mama :-). Eine rhetorische Frage: Was glaubst Du, wieviele soziale Kontakte Mütter heute generell pflegen können, die sich zwischen Kind, Haushalt, Job und widersprüchlichen Anforderungen an eine Muter regelrecht zerreissen? Meine Beobachtungen zeigen mir, dass viele Mütter wenig Kontakte haben, weil sie gar keine Zeit und/oder Kraft dafür haben. Das wird vermutlich besser, wenn die Kinder älter werden und die Mütter sich irgendwie im Leben mit Kind zurechtgefunden haben. Dann trifft man auch auf mehr Mütter, die offen dafür sind. Ich weiß, dass Eure Situation durch das Jugendamt noch vielfach erschwert wurde, aber baue darauf, dass auch die anderen Mütter nicht so gefestigt sind, wie sie scheinen.

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      1. Das fällt mir echt schwer abzunehmen dass die Mütter heute keine Zeit haben. Meine Mutter hatte Zeit dauernd zu meinen Freunden zu tingeln als ich drei war. Und sie konnte dorthin tingeln will die Mütter meiner Freunde Zeit hatten. Das ist heute nicht mehr so. Man sieht sich in der kita. Wenn es hoch kommt nachbarskinder. Es ist schwer. Jede Minute ist verplant um mal etwas zu übertreiben

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          1. Ja ganz genau. Und ich will es nicht wahrhaben. Ich stecke gedanklich in der Welt meiner Kindheit und kann nicht glauben dass das was damals galt nun umgekehrt gepredigt wird. Mein Kind lernt so viel in der kita (ein Jahr alt). Ich möchte so gerne arbeiten! (Mit Säugling übermüdet). Leeeeeiiiider Jannen Welt noch keinen kita Platz gefunden. Das arme Kind. Es vermisst das Spiel mit anderen Kindern so (zwei Jahre alt)
            Ich Frage mich immer ob die das wirklich so meinen?!?

            Und komme mir so komisch vor wenn ich anders Rede: ich musste leider direkt nach dem Mutter Schutz weiter arbeiten. Ich von so müde. Ich fühle mich zu Hause nicht wohl. Es ist so dreckig. Mein Mann und ich sind zu müde zum putzen.

            Und dann das Jugendamt das noch einen drauf setzt: man darf als Mutter gar nicht müde sein sonst gibt man zu dass man nicht in der Lage ist für sein Kind zu sorgen (genau so müde wie alle anderen Eltern mit Ausnahme der Väter die sich komplett raushalten. Diese Art Väter gibt es zum Glück aber immer weniger)

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            1. Weißt Du, wegen all‘ der Dinge, die Du schreibst, habe ich den Blog begonnen. Die meisten Mütter lügen, nicht weil sie Lügnerinnen sind, sondern weil sie Angst haben, dass, wenn sie sagen, wie es bei ihnen wirklich aussieht, man ihnen die Kindererziehung nicht mehr zutrauen würde. Das ist meine feste Meinung. Ich habe es nun schon drei Jahre beobachtet. Das Problem ist, dass immer, wenn eine sagt: „Das ist Wahnsinn. Kaum eine kann den Anforderungen gerecht werden.“ eine andere um die Ecke kommt und die lässige Mutter spielt. Viele Mütter sind zutiefst unsolidarisch, nur weil sie selbst solche Komplexe haben. Mir tun alle Mütter leid, auch die perfekten Mütter. Sie sind alle gefangen und wehren sich nicht. Total übermüdet ziehen fast alle von uns eine Show ab und setzen die Maßstäbe für alle anderen immer höher.

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