Haushaltstipps für Mütter, die sich vom Haushalt nicht noch den letzten Nerv rauben lassen wollen

  1. Weniger Haushalt ist mehr. Man muss nur darauf achten, dass es nicht gleich jeder merkt 😉
  2. Es gibt Stellen im Haushalt, die fallen jedem gleich besonders ins Auge: Ungeputzte, verschmierte Fenster, Spiegel oder Glastüren. Da kann man sich dann mal schnell mit Glasreiniger dranmachen. Ein paar Minuten und der Eindruck der Wohnung ist gleich ein ganz anderer.
  3. Die Toiletten sollten beim Putzen Priorität haben und regelmäßig geputzt werden. Aber der Rest des Bades kann meines Erachtens nach Erfordernis bearbeitet werden. Und da kann man seine Maßstäbe von früher, als man noch kinderlos war, gern mal gleich ein ganzes Stück nach unten schrauben.
  4. Lasst immer erst einmal das Putzmittel für Euch arbeiten und spült und wischt Waschbecken, Badewanne etc. immer erst nach 10 Minuten aus.
  5. Gute Fußabtreter bewirken Wunder. Es wird viel weniger Dreck in Eure Wohnung getragen.
  6. Noch besser ist es, wenn alle, die die Wohnung betreten, gleich die Schuhe ausziehen. Aber das ist nicht jedermanns Sache.
  7. Man muss auch nicht jedes Mal in jeder Ecke und unter jedem Schrank staubsaugen. Ich sauge oft nur den sichtbaren Bereich und nur jedes x-te Mal dann das Zimmer ganz gründlich.
  8. Ich habe festgestellt, dass es wichtig ist, eine gewisse Ordnung zu halten, dann fällt es auch nicht auf, wenn nicht oder nicht so gut geputzt ist. Ein Außenstehender nimmt nur den Gesamteindruck wahr und viele Leute sind sowieso ein klein wenig kurzsichtig und zu eitel, um einen Brille zu tragen.
  9. Wenn Ihr glaubt, dass andere Mütter den Haushalt besser als Ihr im Griff haben,  dann täuscht Ihr Euch vermutlich. Oder warum wird man so gut wie nie zu Eltern nach Hause eingeladen (es sei denn, sie haben eine Reinigungshilfe) und trifft sich meist außerhalb der Wohnungen?
  10. Wenn dann doch mal jemand kommt und man sich für irgendetwas schämt, dann kann man z.B. sagen, dass das Kind leider gerade, kurz vor Eintreffen des Besuchs, noch das ganze Sofa vollgekrümelt hat. Das darf das eigene Kind nur nicht mitbekommen. Das wäre nicht fair. 😉
  11. Bei verständnislosen Zeitgenossen, die Eure Wohnung mit hochgezogener Augenbraue in Augenschein nehmen, konsequent die Erwartungen senken. Ihnen im Zweifel zum 100sten Male erklären, wie Euer Tag aussieht und dass Ihr keine Zeit für irgendetwas habt. Irgendwann kommt das bei fast Jedem an. (Nachtrag: Eigentlich muss man sich gar nicht rechtfertigen! Macht es, wie Ihr es für richtig haltet.)
  12. Und was ist mit denen, die das dann immer noch nicht verstehen? Manchmal trennen sich die Wege im Leben ;-). That’s Life!
  13. Der wichtigste Grund, weshalb Eltern im Haushalt Fünfe gerade sein lassen sollten: Kein Kind erinnert sich daran, dass es in seiner Kindheit immer ein geputztes Bad vorgefunden hat. Aber an die genervte Mutter, die in ihren wenigen freien Stunden als missmutiger Putzteufel durch die Wohnung gerannt ist.

 

Zwei der Tipps stammen aus dem Buch: Besser einfach – einfach besser, Das Haushalts-Survival-Buch von Bianka Bleier und Birgit Schilling (Das Buch gibt unter anderem Anregungen, wie man den Haushalt mit weniger Kraftaufwand bewältigt.)

 

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12 Gedanken zu “Haushaltstipps für Mütter, die sich vom Haushalt nicht noch den letzten Nerv rauben lassen wollen

  1. Was andere über den Zustand meines Hauses sagen, ist mir schon lange immer mehr egal. Hier geht es um MICH und ob ich mich noch wohlfühle. Da mache ich Abstriche an die Sauberkeit und Ordnung, denn ich kann das nicht mehr leisten, was geleistet werden müsste, um es piccobello zu haben. Es ist meine Ordnung (und leider ! auch die meines Mannes und meiner Kinder, also geht vieles ohnehin nicht mehr topp) und was andere zu meinen dreckigen Fenstern sagen, interessiert mich nen Sch*** Dreck – im wahrsten Sinne des Wortes!

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  2. Da kommst zu zwangsläufig hin, wenn Du so wie ich im tiefsten Burn-Out gelandet bist und erst mal gar nichts mehr geht! Also, bitte achte auf Dich! Das ist kein Witz! Ich bin auch Perfektionist, ein sensibler noch dazu, aber es bringt nichts, wenn man an seinen eigenen Ansprüchen ständig scheitert und daran zugrunde geht.

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  3. danke für die tollen Tipps. Aber weisst Du was: mit dem letzten Satz hast Du sooo recht. Die schönste Kindheit hatte ich in einem absolut unaufgeräumten Haus. Die Mama hat uns immer mit offenen Armen empfangen, hat sogar nachts Pudding für uns gekocht. Wir durften sogar in den Keller um zu spielen, nie gab es Ärger. Meinen Eltern file immer nur die Unordnung auf: die fiel mir niemals auf, ich habe sie nur als perfekte Mama in Erinnerung.

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    1. Es ist richtig schön, zu lesen, wie Du über Deine Mutter schreibst. Sie hat offensichtlich alles richtig gemacht :-). Und das kann alle, die dies lesen, darin bestärken, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Als ich ein Kind war, hatten wir eine ganz herzliche Nachbarin, Französin, mit einem Deutschen verheiratet. Sie holte einmal im Sommer abends um 21 Uhr ihr Waffeleisen hervor und hat für alle Kinder aus der Straße köstliche Waffeln gebacken. Und das habe ich bis heute nicht vergessen.

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        1. Sorry, da habe ich nicht genau gelesen. Habe oben in meinem Kommentar auch noch von einer wunderbaren Nachbarin geschrieben (das hat sich, glaube ich, mit Deiner Antwort überschnitten). Solche Frauen bereichern die Kindheit nicht nur ihrer Kinder, nicht wahr ;-)?

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