Wieso?

Wieso werden von gesellschaftlicher Seite Tausende von Euro pro Familie investiert, damit Kleinstkinder Krippenplätze bekommen?

Aber Mütter, die mit ihrem unter drei Jahre alten Kind zuhause bleiben wollen finanziell deutlich weniger unterstützt?

Ist es schädlich für Kleinkinder, wenn die Mutter noch ein wenig Kraft und Zeit für sie hat?

Ist es schlimm, wenn man erst mit drei Jahren in eine Kita kommt?

Für die Entlastung der Mütter in den ersten Lebensjahren hat unsere Gesellschaft nicht besonders viel Geld übrig.

Aber spätere Therapien für Kinder und Mütter zahlt sie en masse. (Wir alle über unsere Krankenkassenbeiträge. Wir alle zahlen auch für die Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren, über die Steuern, die wir entrichten. Wäre es nicht besser, wenn wir beides nicht zahlen müssten oder nur in einem geringeren Umfang, weil die Mütter die Wahl hätten?)

Warum kann man nicht mal von den Ursachen her denken?

Warum kann man sich nicht an seine eigenen Maximen halten, nämlich die Bedürfnisbefriedigung bei Kleinkindern in den ersten Lebensjahren?

Es gehört anscheinend nicht zum Bedürfnis eines Kleinkindes, Zeit mit einer halbwegs entspannten Mutter zu verbringen, sondern nur, seine arbeitende Mutter ggf. nachts zum Füttern zu wecken und sie ggf. tagsüber in der Kita zu vermissen.

(Dieser Beitrag ist nicht für Mütter, die gern arbeiten gehen wollen, wenn ihr Kind drei Jahre alt oder jünger ist. Dieser Beitrag ist für Mütter, die sich fragen, wieso man sie zwingt, Geld verdienen zu gehen, damit an anderer Stelle noch viel mehr Geld für die Kita-Betreuung gezahlt werden muss, wenn sie das gar nicht wollen. Es geht um Wahlfreiheit, nicht darum, Müttern, die gern arbeiten, das Arbeiten nicht zu ermöglichen. Es geht um die Verstaatlichung der Familie.)

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4 Gedanken zu “Wieso?

  1. Als meine Kids noch unter drei Jahre alt waren, befand ich mich in einem Teufelskreis. Arbeiten gehen konnte ich nicht, weil es gab nirgends Plätze für Kinder unter drei Jahren. Selbst ab drei Jahre, war es nicht selbstverständlich, dass Du einen Platz bekamst. Kosten für Tagesmütter wurden noch nicht unterstützt und die Gebühren für den Kindergarten mussten bis zur Einschulung vollständig von uns selbst getragen werden. Das war so viel, dass ich eigentlich hätte arbeiten gehen müssen!! Konnte ich aber ja nicht, da ein Kind später in den Kindergarten kam. Und einen Arbeitsplatz mit zwei Kleinstkindern zu bekommen, war eh aussichtslos. Wir haben auf wirklich sehr viel verzichtet um den Kids den KiGa finanzieren zu können. Erst als unsere in die Grundschule kamen, wurden seitens der Gemeinden Gelder bereitgestellt um Familien dahingehend zu unterstützen. Das war auch nett.
    Der KiGa war für uns aus gesellschaftlicher bzw. sozialer Sicht wichtig und ich habe die ganze Zeit über versucht Arbeit zu finden. Doch mit den Kids fand ich nur hier und da mal einen kleinen stundenweisen Aushilfsjob. Fünf Jahre steckte ich in diesem Teufelskreis. Und es scheint sich nicht viel geändert zu haben!

    Gefällt 2 Personen

    1. Ich finde Kitaplätze und Kita an sich nichts Schlimmes. Es geht mir nur darum, dass man nicht mehr die Wahl hat. Wenn man sein Kind unter drei Jahren nicht in die Kita gibt oder in die Kita gibt und trotzdem nicht arbeitet, dann sieht man sich trotz eines anstrengenden Tages dem Vorwurf der Faulheit ausgesetzt. Und das finde ich nicht in Ordnung, dass die Familien- und die Hausarbeit mit Null Euro bewertet wird. Wenn eine Mutter wegen Burnout ausfällt, dann wird es aber gleich richtig teuer. Dann sieht man auf einmal den Wert ihrer Arbeit, weil man sie teuer einkaufen muss.

      Gefällt 1 Person

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