Nun kann Weihnachten kommen …

Bei uns lief es die letzten Tage nicht so rund. Alle drei krank, Nächte mit wenig Schlaf, doch die Omi zum Aufpassen aufs Kind eingespannt und mal wieder aus falsch verstandenem Pflichtbewusstsein, Feigheit, Dummheit oder was auch immer richtig krank zur Arbeit gegangen. An meinem letzten Arbeitstag vor Weihnachten, fünf Minuten bevor ich gehen wollte, alles korrekt vorbereitet, meinen Abwesenheitsassistenten gerade eingeschaltet, die Übergabemail verschickt, kam noch ein ausnehmend netter Kollege und meinte, mich noch eine unwichtige Tabelle fertig machen lassen zu müssen, obwohl es offensichtlich war, dass ich an dem Tag auch krank Zuhause hätte bleiben können. Er konnte es wohl nicht ertragen, dass ich nun etwas länger Urlaub habe.

Mein Mann und ich sind nun – selbst schuld! – ziemlich fertig. Nun haben wir beide endlich Urlaub und haben uns erst einmal ein wenig angefaucht. Nicht aus mangelnder Liebe füreinander, sondern aus mangelnder Kraft. Die Weihnachtsvorbereitungen liefen und laufen schleppend. Mein Kind wurde für meinen Geschmack viel zu viel vor dem Fernseher geparkt. Gestern reichte ich meinem kleinen Schatz einen Herzchen-Lebkuchen vor den Fernseher und er rief begeistert aus: „Mamaaaa, Du kannst so toll Süßes aussuchen.“

Das ist vielleicht nicht das beste Kompliment, das eine Mutter bekommen kann, aber es hat mir Kraft gegeben. Weihnachten kann kommen. In ein paar Stunden kommt eine liebe Verwandte zum weihnachtlichen Vormittags-Tee und ich werde mein Kind einfach den Baum schmücken lassen. Es freut sich schon so sehr darauf. Und das Wichtigste ist da: Die Geschenke für unser Kind, fertig verpackt. Und etwas Leckeres zu Essen werden wir auch haben. Was wollen wir mehr?

Ich persönlich freue mich ganz besonders auf ein Buch, das ich mir gewünscht habe. Ob es hält, was es verspricht, weiß ich nicht. Aber allein der Titel zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht.

Es heißt: „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg!“ (Entschuldigt die Ausdrucksweise … ach nein, genau das ist ja mein Problem. Genau das muss ich lernen 😉 )

Ich wünsche allen meinen Blogleserinnen und -lesern gemütliche und wirklich erholsame Feiertage.

Eure Texte zu lesen, Eure Gefühle, Ansichten, Ängste, Sorgen, Enttäuschungen, Schicksale, Glücksmomente, Erfolgsrezepte, Überraschungen erfahren zu dürfen, bereichert mein Leben sehr und relativiert Vieles.

Ich kann für so viele Dinge dankbar sein und muss nur noch lernen, diese Dankbarkeit wirklich zu empfinden und zu spüren. Tief in meinem Inneren weiß ich um all‘ das. Ich muss nur mal wieder genug Erholung ansammeln, um ein Fundament zu haben. Deshalb kann es hier in den nächsten Wochen auch ruhiger werden (P.S.: Es wird wohl eine Blogpause bis Ende Januar).

Vielen Dank für Eure wunderbaren Blogs!

P.S.: Das Bild zum Beitrag ist vom letzten Jahr. Dieses Jahr haben wir keine selbst gebackenen Plätzchen. Aber dieses Jahr wollte ich ja auch an meinem ungesunden Perfektionismus arbeiten und in 2017 noch mehr 😉

Ein Merksatz für mich: Perfektionismus macht krank. Er macht so krank, dass man am Ende wirklich nur noch unperfekt ist. Das kann doch nicht das Ziel einer Perfektionistin sein oder?

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18 Gedanken zu “Nun kann Weihnachten kommen …

    1. Euch auch, Duese! Alles Liebe … und ich werde das Buch in einem Rutsch durchlesen, das sage ich Dir. Die Chancen stehen gut. Letztes Jahr schlief unser Kind an Weihnachten glücklich um 20 Uhr ein und wir haben gemütlich auf dem Sofa entspannt und „16:50 Uhr ab Paddington“ geguckt.

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              1. Mein Job ist super Mara, ich danke dir so sehr. Du unterstützt mich so mit deinen Kommentaren und deinem Blog. Dein Blog ist eine solche Entlastung. Ich habe ganz selbstbewusst ehrlich mit meinem Chef gesprochen. Gestern waren übrigens seine Kinder auf der Arbeit 🙂
                GLG

                Gefällt 1 Person

                1. Das freut mich von ganzem Herzen, Simmis Mama!! Es soll einfach so für Euch weitergehen! Dein ganzes Kämpfen muss sich einfach mal auszahlen. Viel Freude bei der Arbeit. Arbeit kann nämlich auch Freude machen, das weiß sogar auch ich ;-).

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