Die bunte Weihnachtsmannlichterkette

Es gab da dieses Café.

Ab und zu war sie am Wochenende mit ihrem Kind und ihrem Mann dort eingekehrt.

Die Frau, der das Café gehörte, war sehr kinderlieb und fand immer einen Weg, den Kuchenteller, den sie ihrem Kind reichte, auf verschiedenste Weisen phantasievoll zu dekorieren. Sie war eine offene Frau, die ihr Café liebte. Das merkte man sofort. Es waren meist nicht sehr viele Gäste da. Sie unterhielt sich mit ihnen allen. Sie erzählte auch, dass sie selbst vier Kinder habe, einen netten Mann und dass sie bis Abends im Café stand. Sie liebte ihre Kinder sehr und war stolz auf sie, das konnte man ihren Erzählungen entnehmen. Und sie war die Seele des Cafés.

An diesem Café hing in jüngster Zeit wochenlang ein Schild.

„Wir machen Urlaub bis zum 15. Januar“ stand darauf.

Dieses Schild hing dort auch noch am 20. Januar.

Irgendwann war es weg.

Die Stühle im Café waren hochgestellt.

Es sah ein wenig unordentlich aus.

Gar nicht zu der Frau passend, die ihr Café doch so liebte und es abends immer ordentlich aufgeräumt und den Boden blitzblank gewischt hinterließ.

„Hat sie eben noch ein wenig länger Urlaub, wie schön für sie.“ dachte sie die ersten Tage.

Aber irgendetwas irritierte sie.

Es war die bunte Weihnachtsmannlichterkette, die immer noch im Café hing.

 

 

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