Meine ganz persönliche Meinung zum Thema „Vereinbarkeit“

Sie existiert nur für einen ganz geringen Prozentsatz von Frauen in Deutschland.

Hauptsächlich diejenigen, deren Gehalt oder familiäre finanzielle Ausstattung auch noch ganzwöchige Kindermädchen, Babysitter, Reinigungshilfe, Urlaub in Familienhotels mit Rundumkinderbetreuung möglich macht.

Der überwiegende Rest der Frauen strampelt sich ab. Sie überlegen hin und her mit ihren Arbeitszeiten. Sie sind total übermüdet und überfordert. Die verdichtete Arbeitswelt erlaubt auch keinerlei Verschnaufpause im Job. Dort wird in der Anwesenheitszeit voller Einsatz verlangt, als ob es drum herum keinerlei Verpflichtung und Belastungen durch Familie und Haushalt gäbe.

Und während man als Mutter dem Mythos der Vereinbarkeit hinterherläuft und sich fragt, warum es bei einem nicht klappt,

leidet die körperliche und seelische Gesundheit von einem selbst und/oder vom Partner,

leidet die körperliche und seelische Gesundheit des Kindes,

leidet die Liebe der Partner.

Nachtrag: Meine Beobachtung ist auch, dass es ebenfalls für Väter, die den Hauptteil der Kinderversorgung übernehmen, keine Vereinbarkeit von Job und Kind gibt. In diesem Punkt herrscht anscheinend Gleichberechtigung.

 

 

 

 

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20 Gedanken zu “Meine ganz persönliche Meinung zum Thema „Vereinbarkeit“

  1. Liebe Mara,
    ja oft ist das so. Ein Leben im Stress und voller Hektik, das Gefühl nicht alles unter einen „Hut“ bringen zu können. Ich kannte das auch und habe irgendwann gesagt, so geht das nicht weiter…

    Viele Sachen sind nur durch unsere innere Einstellung „begründet“ und gerade die kann man nur selbst ändern. Man muss nicht für ANDERE perfekt sein, es ist viel wichtiger, dass man für sich perfekt ist, seine innere Mitte und Ruhe findet, das ist es was dann auch Kinder und Partner merken und annehmen… wie haben die Ärzte mal gesungen 🙂 „Lass sie reden“ 🙂

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      1. Ich freue mich, dass Du das geschrieben hast. Die Anregung, dass ich an meiner Einstellung noch arbeiten kann, nehme ich von meinen Kommentatoren sogar an. Da ist sicher was Wahres dran. Aber, ich habe mittlerweile so viele Mütter um mich herum erlebt, ganz andere Typen als mich, die ebenso am Mutterdasein regelmäßig verzweifeln können. Da muss auch irgendwo ein Fehler im System sein.

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        1. Natürlich kann man auch an seiner Einstellung arbeiten, aber auch bei der muss man sich fragen, woher sie kommt und wer aus dieser Einstellung einen Nutzen zieht. Wir kommen ja nicht masochistisch auf die Welt.
          Und egal mit welcher Einstellung: wenn Kitas herzlos sind und Arbeitgeber von Eltern mit kranken Kindern erwarten, dass die trotzdem arbeiten, dann hat das mit Einstellung nur noch so viel zu tun: ich mache in dem System nicht mit und akzeptierte halt dann die Sanktionen.
          Schön, dass Mütter einfach IMMER schuld sind 😀

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  2. Keine Ahnung wie, aber es hat geklappt – auch ohne die von Dir oben angeführten Dinge. Ich würde deinlebenrockt zustimmen und sagen, dass viel (nicht alles – natürlich) von unseren Einstellungen abhängt und davon, ob oder ob nicht wir uns von den Vorstellungen anderer beeinflussen lassen.

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  3. Und ich muss meinen immer wiederkehrenden Senf dazu geben: das alles braucht es nicht, wenn der/die Partner/in sich in bemerkbaren, selbstverantwortlichen Umfang einbringt… die Liste ließe sich also zumindest ergänzen um den nicht-Vollzeit-erwerbstätigen anderen Elternteil. Von diesen Paaren gibt es in meinem Umfeld wirklich viele, und keine dieser Mütter hat einen krassen Stresslevel bei der Vereinbarkeit.
    Ganz anders, wenn der Mann Vollzeitplus arbeitet oder selbstständig ist. Ich habe die Theorie, dass ein Elternpaar 60 Stunden Erwerbsarbeit gut verkraften kann, mehr ist kaum zu schaffen.

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        1. Damit liegst Du aus meiner Sicht goldrichtig, wenn man eine glückliche Familie ermöglichen will!! :-))) Einer darf drei Jahre mit Elterngeld zuhause bleiben und dann arbeitet einer dreißig und der andere zwanzig Stunden wäre auch noch OK. 😉

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