Die Füße still halten

Ich muss die Füße still halten, so schwer es mir auch fällt.

Das ist das Ergebnis einer durchwachten Nacht mit Internetrecherchen.

Ich habe es satt, als Mutter der „Depp der Nation“ zu sein.

Von allen Seiten ausgenutzt zu werden.

Von der Gesellschaft mit ihren übersteigerten Anforderungen an Eltern: Die Arbeit zuhause wird nicht anerkannt und im Job wird man dann noch wie eine Zitrone ausgequetscht.

Alle um einen herum wissen, dass man in einer schwachen Position ist und nutzen dies schamlos aus, verweigern einem gern auch einmal Dinge, die einem zustehen.

Momentan bin ich noch zu geschwächt. Es wäre falsch, jetzt zu weit in die Offensive zu gehen.

Aber ich werde wieder Kraft tanken und mich am Ende nicht mehr als der „Depp der Nation“ fühlen.

Das ist mein Ziel.

Ich muss Schritt für Schritt gehen.

Ganz langsam.

Mir meine Etappen planen.

Liegengebliebenes der letzten Jahre aufarbeiten.

Weiter Klarheit in meinen Haushalt und mein Leben bringen.

Und dann, wenn es keiner mehr von mir erwartet.

Dann bin ich vorbereitet.

Wie eine Blume, die für eine Weile ihre Blütenblätter fest geschlossen hält, um sich dann, wenn sie so weit ist, von ihrer überwältigendsten Seite zu zeigen.

Und dann … dann ist endlich Schluss mit dem Ausnutzen meiner schwachen Position.

Denn es gibt keine schwache Position mehr.

 

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8 Gedanken zu “Die Füße still halten

  1. Das Gefühl kenn ich zu gut. Und bin mit mir auch immer noch am Hadern, wie das alles werden soll. Uns wurde auch viel versprochen und nach und nach entzogen (und jetzt wieder so halb zu gesagt, aber wenn wir nicht direkt im Ort wohnen dann nutzt es uns auch nichts). Es ist einfach zum Mäuse melken. Ich bin immer noch für einen Streik aller Eltern mit (kleinen) Kindern.

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        1. Wenn die Zeit reif ist, denn sonst verpuffen solche Aktionen schnell … Aus meiner Sicht ist es so, dass noch viel zu Wenige sagen, wie es ihnen wirklich geht … erst muss die Ehrlichkeit zunehmen, dann kann man in der Menge überzeugender auftreten. Es läuft ja meist so: Eine sagt: „Ich schaffe das alles nicht.“ und eine Andere: „Es ist alles nur eine Frage der Organisation.“ 😉

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    1. Das ist ganz lieb. Vielen Dank! Und wenn ich dann an Deine Geschichte denke, dann weiß ich, dass es Menschen wie Dich gibt, die sich mit großem Mut und Beharrlichkeit aus den schwersten vorstellbaren Lebenslagen befreien können. Dann müsste ich mit meinen kleinen Problemen doch auch irgendwie klar kommen können. Liebe Grüße

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