Verdrehte Augen

Normalerweise bin ich mit meinem Kind mit dem Auto unterwegs.

Gestern haben wir jedoch eine Spielkameradin mitgenommen, weshalb ich mit den beiden Kleinen Bahn und Bus fuhr.

Es sind zwei lebhafte kleine Mädchen, die viele Fragen haben, sich gern bewegen und auch kundtun, dass sie gern am Fenster sitzen möchten (was natürlich nicht immer machbar ist … z.B., wenn dort schon jemand sitzt 😉 ). Zwei ganz normale kleine Mädchen also.

Es gibt im öffentlichen Nahverkehr viele Menschen, die daran keinen Anstoß nehmen oder sogar mal einen Sitz für die kleinen Damen freimachen.

Aber es gibt auch häufig insbesondere Frauen mittleren Alters, die heftig die Augen verdrehen, einfach weil die beiden Mädchen Lebensäußerungen von sich geben.

Gestern habe ich noch besser verstanden, weshalb ich öfter in Blogs lese, dass unsere Gesellschaft nicht besonders kinderfreundlich ist.

Gestern hatte ich das Gefühl, ich habe mit zwei Aliens die Bahn betreten.

Aber wir haben uns glücklicherweise den Rest das Tages davon nicht den Spaß verderben lassen.

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6 Gedanken zu “Verdrehte Augen

  1. Das ist beim Tragen genauso. Allerdings darf man auch nicht vergessen, wie diese mittelalten Frauen groß geworden sind. Als sie Kind waren durften sie selbst nicht so sein und ich denke, je nach Charakter, ist es oft eben nicht so einfach, sich daran zu erfreuen, dass Kinder so lebensfroh sind. Wer sagt, dass sie wirklich über die Kinder und nicht über die eigene Verbitterung, das Gesicht verziehen. Die Kinderunfreundlichkeit unserer Gesellschaft mache ich eher an anderen Punkten fest, wie als Mutter keine Anstellung zu bekommen, keine Wohnung zu bekommen, weil eine Familie nicht erwünscht ist (bringen halt nicht soviel Geld) etc.

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    1. Ja, Ilaina, ich glaube Du hast mit Deiner Einschätzung Recht. Die Frauen sahen wirklich so aus als ob sie ein Problem mit der Unbeschwertheit der Kinder hatten. Und klar, Kinderunfreundlichkeit manifestiert sich noch in ganz anderen, gravierenderen Dingen.

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      1. Mir ist das ganz oft aufgefallen, als die Hexe noch ein Tragebaby war. Die ganz alten, also die Elterngeneration fand das immer toll und hat bedauert, dass sie es selbst nicht hatten. Ihre Kinder und zt.deren Kindern (je nach Alter) sind oft verbittert darüber, was heute geht und damals nicht ging. Manche suchen dann auch die Konfrontation mit den „jungen“ Leuten (ich find mit Mitte 30 bin ich jetzt nicht mehr so super jung), sind aber auf der anderen Seite auch für Argumente gar nicht zugänglich. Das ist anstrengend, dennoch muss man sich auch nicht jeden Schuh anziehen.

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        1. Glücklicherweise macht mir das mittlerweile auch nicht mehr so viel aus. Ich fand es aber interessant, dass eine ganz bestimmte Altersgruppe häufig so reagiert. Aber sicher aus den von Dir genannten Gründen.

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  2. Es ist schon komisch, gerade in der Bahn oder im Bus kommen blöde Kommentare oder böse Blicke besonders oft. Die Erfahrung habe ich auch leider vermehrt machen müssen…. Und leider fahre ich jetzt sehr ungerne Bahn oder Bus. Das Auto habe ich dann doch lieber..

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    1. Genau das ist mir auch aufgefallen. Deshalb bin ich ebenfalls froh, dass ich so viel mit dem Auto fahren kann. Man stelle sich erst einmal einen Schreianfall eines Kindes in der Bahn vor, wenn man schon bei Harmonie mit dem Kind gemustert und bewertet wird.

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