Spiegel-Online-Artikel vom 29.8.2017: „Immer mehr Frauen trinken zu viel Alkohol“

Hier der Link:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/alkoholsucht-bei-frauen-ist-fast-so-haeufig-wie-bei-maennern-a-1165047.html

Und ein Zitat:

„Frauen seien heute viel eigenständiger und emanzipierter als früher, erklärt sich Willenborg die Entwicklung. Damit sei auch der Druck gestiegen. Bestes Beispiel ist dem Experten zufolge die Doppelbelastung aus Beruf und Haushalt.“

 

Ich mag zwar keinen Alkohol, weiß aber genau, was mit den Ausführungen in diesem Artikel in Bezug auf den gestiegenen Druck auf Frauen gemeint ist. Irgendwie werden diese Dinge kanalisiert.

Ich würde mir einfach nur wünschen, dass wir Frauen offen über die Belastungen reden, anstatt jede für sich allein klammheimlich mit einem Lächeln auf den Lippen zu verzweifeln. Aber da gibt es anscheinend so etwas wie ein Schweigegelübde.

Wenn wir den Mund nicht aufmachen, wird sich nichts ändern!

Wenn wir uns selbst und uns gegenseitig nicht von dem Druck befreien, perfekte Arbeitnehmerinnen und Mütter sein zu müssen, wird sich nichts ändern!

 

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16 Gedanken zu “Spiegel-Online-Artikel vom 29.8.2017: „Immer mehr Frauen trinken zu viel Alkohol“

  1. Liebe Mara,

    Danke für den Link zu dem Artikel. Sehr interessant und ich gebe Dir vollkommen recht, Schweigen löst keine Probleme. Männer und Väter wollen ihrer Verantwortung in der Partnerschaft und Familie gerecht werden und ihre Rolle einnehmen. Zumindest war und ist das bei mir der Fall und allen anderen jungen Vätern die ich kenne. Ich habe damals wie heute mitbekommen, dass etwas nicht stimmt, aber wenn nicht miteinander gesprochen wird, kann keiner auf den anderen zugehen und etwas ändern.
    Aus diesem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, wir dann irgendwann Angst und Zweifel und daraus Wut und Zorn bis es knallt. Dann werden die Belastungen für alle noch größer und es wird noch anstrengender usw.
    Daher liebe Frauen, redet mit euren Männern und Partnern, wir wollen, abseits weniger Ausnahmen, für euch und unsere Familien da sein, aber hellsehen können wir nicht.

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    1. Ja, ich denke auch, dass es sehr wichtig ist, dass Partner über dem Stress nicht noch die Verbindung zueinander verlieren. Ich habe auch mit meinem Mann gesprochen, aber er hat ein wenig gebraucht, das alles zu verstehen. Aber warum hat er so lange gebraucht? Weil doch angeblich alle anderen Mütter um uns herum das so gut schaffen. Er ist dem von Mütter teilweise selbst erschaffenen Mythos der perfekten Mutter ebenfalls aufgesessen. Mittlerweile guckt er auch genauer hin und hilft viel mehr. Aber man muss sprechen, das ist richtig und wichtig.

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      1. Also wenn Dein Mann ein Coaching braucht oder mal den einen oder anderen Hinweis, kann ich gerne bei einem stillen Wasser ein paar Sachen erzählen. 😉

        Sich auf „Konventionen“ oder „andere schaffen das doch auch“ zu verlassen ist eine sichere Straße in den Abgrund. Das war für mich schwer anzunehmen, dass es entgegen der „Konvention“ gerade doch männlich ist auf seine Partnerin zu zugehen und sie zu unterstützen, wenn sie Unterstützung braucht.
        Die Fähigkeit einfach auf sein Herz zu hören, wie es Kinder die noch frei von „Konventionen“ sind, einfach tun, und diesem zu folgen ist eine großartige Gabe. Wir Erwachsenen sollten vielmehr wie die Kinder sein und den Mut haben einfach unserem Herz zu folgen. Wir hätten alle viel mehr Freude im und am Leben und die gegenseitige Wertschätzung und Anerkennung im Kleinen und Großen würde allen gut tun.

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        1. Vielen lieben Dank. Ich habe ihn schon ein klein wenig gecoacht 😉 und mich natürlich auch und seit meiner Arbeitszeitreduzierung fühlen wir uns auch beide viel besser. Ich sehe meine Arbeitszeitreduzierung als familienerhaltende Maßnahme. Nur viele Familien haben diese Option nicht …

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          1. Ich glaube man hat immer eine Wahl wie man Arbeits- und Privatleben verbessern kann ohne, dass ich die Augen vor der Wirklichkeit zuverschließe. Die Kernfrage ist und bleibt die nach den eigenen Prioritäten oder anders formuliert: „Was wünscht du Dir wirklich?“.

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  2. Ich hab immer versucht mit meinem Mann zu reden. Es scheint ihn nie wirklich interessiert zu haben, denn alles Bemühen lief ins Leere. Er dachte wohl auch, es würde alles so reichen, er mache ja genug. Wozu dann noch emotionale Unterstützung und gute Kommunikation? Gut, ist wohl auch ne Typfrage. Habe erkannt, dass er es einfach nicht kann. Hab mich nach langem und zähen Ringen dann entschieden, mich zu trennen statt mich weiter daran aufzureiben und kaputt zu machen.

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    1. Du hast mein sehr tiefes Mitgefühl. Meine eigenes Leben ist gezeichnet durch eine vergleichbare Entscheidung und allen Schwierigkeiten die damit einhergehen. Ich hoffe du konntest Deinen Frieden mit ihm machen und ihr seid beide friedlich und in Ruhe aus einander gegangen.

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        1. Ich hoffe ihr bekommt diesen Prozess friedlich und zügig geregelt. Ich empfinde das in meinem Prozess als sehr schlimm, es stockt und zieht sich unendlich in die Länge. Was alles es für alle Beteiligten immer wieder schwierig macht voran zu kommen. Warum das so ist kann ich nur erahnen.

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            1. WoW, ich bin beeindruckt. Meine (Noch-)frau hat mir recht schnelle zu verstehen gegeben, dass ich bitte möglichst schnell ausziehen soll und ich selber wollte diese Situation für mich und unsere Tochter auch nicht unnötig in die Länge ziehen und hatte, damal gehofft, es würde helfen alles zu entspannen. Nun heute weiß ich, dass es eher das Gegenteil bewirkt hat.

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  3. WoW, ich bin beeindruckt. Meine (Noch-)frau hat mir recht schnelle zu verstehen gegeben, dass ich bitte möglichst schnell ausziehen soll und ich selber wollte diese Situation für mich und unsere Tochter auch nicht unnötig in die Länge ziehen und hatte, damal gehofft, es würde helfen alles zu entspannen. Nun heute weiß ich, dass es eher das Gegenteil bewirkt hat.

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