Ich bin nicht allein …

mit den Gefühlen

der Überforderung,

der Übermüdung,

des Gehetztseins

der letzten Jahre.

Um das zu begreifen, muss ich mir nur Frauenzeitschriften genauer ansehen.

Es ist auffallend, dass in vielen dieser Magazine mittlerweile auf jeder x-ten Seite für Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Vitaminpräparate geworben wird. Achtet einmal darauf.

Eine Werbung fand ich besonders treffend, aber auch traurig:

Abbildung einer Mutter mit Kind

Darunter sinngemäß die Worte: „Sie sind von der Arbeit gestresst. Ihr Kind will unterhalten werden. Nehmen Sie etwas von unserem Vitaminpräparat.“

Ist das unsere Zukunft? Medikamente, Aufputschmittel und Vitaminpräparate?

Aber das eigentliche Problem bleibt bestehen. Die systematische Überforderung von Eltern.

Aber nicht nur die.

Die systematische Überforderung von uns allen.

Heute morgen blockierte mir ein Müllwagen den Weg zum Parkplatz. Ich wartete geduldig und warf einen Blick ins Fahrerhaus.  Da saß keiner drin. Dann kam ein Mann angehetzt und warf sich hinters Steuer und fuhr den Wagen weiter. Was ist das wohl für ein Arbeitstag? Den Wagen ein Stück bewegen, dann herausspringen, schwere Mülltonnen wuchten, wieder ans Steuer springen, weiterfahren …

Das ist doch nicht normal.

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6 Gedanken zu “Ich bin nicht allein …

  1. Nein, das ist nicht normal und ich frage mich auch, wo das noch hinführt. Inzwischen bin ich mir selbst nicht mehr sicher, ob das alles für mein Leben passt, jene Vereinbarkeit zwischen Job und Familie. Ich fand es damals gut, dass du mit den Stunden runter gegangen bist, nicht aber, dass das Arbeitspensum gleich blieb.

    Gefällt 3 Personen

    1. Vereinbarkeit? Was ist das? Das frage ich mich mittlerweile oft. Es gibt sie aus meiner Sicht so gut wie nirgendwo in meinem Umfeld. Ich fand das mit der Stundenreduktion auch ganz klasse. Aber es ist wohl wirklich leider wie bei fast allen Arbeitnehmern. Immer mehr in immer weniger Zeit. Ein Problem unserer Zeit. Vermutlich kann man dem nur entkommen, wenn man mehr verzichtet. Deshalb interessiere ich mich auch für Minimalismus und Downsizing, aber vom richtigen Umsetzen bin ich noch weit! entfernt. Wir sind noch zu sehr im Konsum gefangen. Aber auch daran kann man arbeiten ;-). Alles Liebe für Dich und Deine Familie. Danke für Deinen Kommentar. Auch dadurch fühle ich mich nicht allein :-).

      Gefällt 2 Personen

    1. Ja, leider … ich sehe sie auch bei vielen Männern, vielen kinderlosen Kollegen und Kolleginnen. Sie geht einmal quer durch die Gesellschaft und wird immer dann offensichtlich, wenn die Krankenkassen die Zahlen zu psychischen Erkrankungen veröffentlichen. Aber daraus folgt nichts. Yogakurse in der Firma nützen nichts, wenn man danach allein an einen Arbeitsplatz zurückgeht, den früher zwei bis drei Personen gemacht haben.

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