Die Mama ist krank – Basta!

Nein, sie kann nicht mal eben … eine Handreichung hier und da machen …. die Tasche für den Kinderkurs packen … noch ein Frühstück auf den Tisch zaubern … die Taschentuchberge wegräumen …

Nachdem ihr Kind krank war, hat sie sich selbst die darauffolgende Woche zur Arbeit geschleppt, um nicht wieder zu fehlen und jetzt selbst eine Sache bei sich verschleppt. Nachmittags lag sie total benebelt auf dem Sofa, um am nächsten Tag wieder zur Arbeit gehen zu können.

Sie kann jetzt nur schlafen und nicht funktionieren. Das nimmt sie sich jetzt einfach mal raus.

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Geht Kita bedűrfnisorientiert?

Auf https://lottesmotterleben.wordpress.com/ habe ich einen interessanten Beitrag zum Thema Kita gefunden, von einer Bloggerin, die selbst in einer Kita im Elementarbereich arbeitet. Vielen Dank für die Erlaubnis, zu rebloggen.

Lottes Motterleben

Wenn man sich als Eltern auf die Suche nach einem Kitaplatz begibt, kann es vorkommen, dass man viele mehr oder weniger hilfreiche Tipps zur Wahl der richtigen Kita bekommt.

Man hört zum Teil Geschichten, bei denen man aus dem Kopfschűtteln nicht mehr herauskommt.

Artikel in großen Zeitschriften, in denen von fürchterlichen Zuständen in Kitas gesprochen wird, Fälle von Misshandlungen und schwarze Pädagogik noch und nöcher.

Es ist wichtig, darüber zu sprechen, was in pädagogischen Einrichtungen geschieht. Es ist wichtig, die Missstände zu benennen.

Nur wenn man darüber spricht, kann sich etwas ändern. Darum geht es hier aber nicht primär.

Die Pädagogik ist in einem steten Wandel und das ist gut und richtig so. Dinge, die vor dreißig Jahren noch normal (oft nicht gut) waren, sind heute zu Recht verpönt und im ärgsten Fall verboten.

Denn so langsam kommt bei immer mehr Menschen an, dass Kinder Menschen sind. Nasowasaberauch. Verzeiht aber…

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Die Henne und das Ei

Mütter sollen nach landläufiger Meinung ganz früh nach der Geburt ihres Kindes wieder ganz viel arbeiten, damit sie möglichst unabhängig von ihrem Mann sind und auf eigenen Füßen stehen. Das wird auch durch das Scheidungsrecht gefördert, denn die meisten Mütter wissen, dass sie nach einer Scheidung so gut wie kein Geld und ganz viel Verantwortung zu erwarten haben.

Durch das schnelle Wieder-Arbeiten beider Partner nach der Geburt eines Kindes (die gesellschaftliche Wunschvorstellung) ist aber die Belastung für beide Partner insbesondere in den ersten Jahren nach der Geburt eines Kindes extrem hoch. Denn komischerweise gibt es neben der Erwerbstätigkeit noch jede Menge zu tun, wenn man ein Baby/Kleinkind hat, von den Nächten ohne Schlaf ganz zu schweigen.

Es kommt gerade in den ersten zwei Jahren nach der Geburt eines Kindes zu vielen Trennungen.

Und dann bekommt manche Mutter bestimmt den Satz zu hören: „Wie gut, dass Du so schnell wieder Vollzeit angefangen hast, jetzt bist Du nicht von Deinem Mann abhängig.“

Einige dieser Mütter mögen da vielleicht denken: „Schade, dass ich so schnell wieder Vollzeit angefangen habe, sonst gäbe es meine Ehe jetzt vielleicht noch.“

 

Und bevor ich jetzt wieder gelyncht werde, weil ich den Mann nicht in die Pflicht nehme: Es ist nun einmal Fakt, dass aktuell die Frauen den Hauptanteil der Hausarbeit machen. Und das lässt sich aus meiner Sicht auch dadurch nicht ändern, dass ich die Männer beschimpfe, die vielleicht nachvollziehbarerweise nach zehn Stunden im Job ebenfalls erschöpft sind. Und viele Familien können es sich rational und wirtschaftlich betrachtet überhaupt nicht leisten, dass der besser bezahlte Mann Kraft und Zeit aus seinem Job abzieht, um zuhause gesellschaftlich nicht vergütete Leistungen zu erbringen.

Die ganze Misere ließe sich dadurch beheben, dass man Care-Arbeit bezahlt. Dann könnte sie der Mann oder die Frau machen. Dadurch würde Gleichberechtigung gefördert und Leistung bezahlt, die momentan unsichtbar ist.

 

Schaut mal bei

https://mamastreikt.wordpress.com/

vorbei!

Diese Seite befasst sich mit Carearbeit und damit, dass diese endlich adäquat bezahlt werden sollte.

Mütter sind jederzeit erpressbar

Womit?

Mit ihren Kindern, die sie im Normalfall über alles lieben und beschützen wollen.

Sie können nur in begrenztem Rahmen aufbegehren.

Machen sie ihre ganze Misere öffentlich, ohne dass sie Viele sind, laufen sie Gefahr, von denjenigen, die sie ausnutzen und vielleicht sogar ausbeuten, folgendermaßen mundtot gemacht zu werden:

„Andere Mütter schaffen das doch auch. Du scheinst nicht in der Lage zu sein, für Deine Kinder zu sorgen.“

Ich fühle mich als Mutter so unfrei wie noch nie in meinem Leben. Daran ist nicht mein wunderbares Kind schuld, sondern die Gesellschaft, die mich durch die Liebe zu meinem Kind in der Hand hat.

 

Kinotipp: Die kleine Hexe

Ich bin einfach nur hingerissen von dem Film „Die kleine Hexe“.

Mein fünfjähriges Kind hat sich ab und zu ein wenig gegruselt, weshalb der Film vielleicht besser für Kinder ab sechs Jahren geeignet ist. Ich mochte jedoch die Themen, die die Geschichte der kleinen Hexe beinhaltet: Gruppenzwang und das Erkennen, dass man gar nicht zu einer solchen Gruppe gehören möchte, das Verstehen, dass man manchmal im Leben durchhalten muss, um sein Ziel zu erreichen und dass man sehr unterschiedlich definieren kann, was „gut“ ist.

Das passt sogar zu meinem Blog. Denn auch ich sehe nicht alles als „gut“ für Mütter an, was uns als Müttern momentan gesellschaftlich als „gut für uns“ verkauft wird.

Hier der Trailer:

Viel Freude beim Kinobesuch!