Schlafstörungen

Gerade drang das erste Zwitschern eines Vogels durch unser offenes Schlafzimmerfenster.

Es ist 3:35 Uhr.

Mein Mann liegt schlafend neben mir. Ich fühle seine Erschöpfung.

Und ich?

Ich habe mal wieder Schlafstörungen.

Vor dem Kind hatte ich sie bereits in anstrengenden Phasen im Job.

Richtig kennen lernte ich sie dann nach der Geburt.

Ich dachte, ich hätte sie weitestgehend überwunden.

Aber, ich habe die Rechnung ohne den Jobwiedereinstieg gemacht.

Gerade war ich glücklich mit den Bedingungen im Job. Da gibt es wieder eine Änderung. Wie so oft im Leben. Ich kann Änderungen nicht ausstehen.

Ich soll in einer anderen Abteilung zusätzlich helfen. Diese andere Abteilung fühlt sich an wie ein Ertrinkender, der sich an die Helfenden klammert und sie mit in die Tiefe zieht.

Traurig für die dort Beschäftigten.

Traurig für mein Kind.

Es gerät schon wieder zu sehr aus dem Focus.

Ich werde mit meinem Chef sprechen müssen.