Ent-Stress yourself – X versus Y

Oft machen wir uns unnötigen Stress, weil wir die Alternativen nicht kennen oder sehen. Ich zumindest. Dank des Bloggens wurden mir von einigen cleveren Bloggerinnen Alternativen zu für mich – mit meiner beschränkten Weltsicht – zwangsläufigen Handlungen aufgezeigt, für die ich sehr dankbar bin und die ich mit Euch teilen möchte. Diese Sammlung soll kontinuierlich ausgebaut werden (Ihr dürft gern in den Kommentaren weitere Anregungen auflisten, die ich dann in den Text aufnehmen kann):

Gekaufter Adventskalender versus selbst gebastelter Adventskalender

Gekaufter Kuchen versus selbst gebackener Kuchen

Gekaufter Plätzchenteig versus selbst hergestellter Plätzchenteig

Spielverabredungen je nach Lust und Laune versus feste Termine durch Kinderkurse

Ab und an engagiertes und freundliches Auftreten in der Kita mit Überzeugung zu einem Kita-Aktions-Termin versus sich gezwungen fühlen, jeden Kita-Aktions-Termin sklavisch zu besuchen

Putzhilfe versus selber putzen

Systematischer Wocheneinkauf versus jeden Tag eine Tüte aus dem Supermarkt tragen

Kind-Vergnügungs-Bade-Nachmittags-Aktivität Zuhause mit tollem Schaum und Spielzeug versus das Kind nach einem langen Tag abends auch noch schnell-schnell in die Badewanne stecken. Währenddessen kann die Mama nachmittags nämlich ganz in Ruhe ein wenig in ihrer Zeitschrift blättern – natürlich in der Nähe des Kindes.

Einfach mal freundlich etwas absagen versus eine total übermüdete Familie fährt am Wochenende stundenlang zu irgendeiner Familienfeier

Anrufbeantworter einschalten und bei Gelegenheit in Ruhe abhören und Strategie entwickeln 😉 versus immer gleich ans Telefon springen und bei aufwendigen Anliegen immer gleich zusagen

Klingel abstellen und Nickerchen mit dem Kind machen versus immer erreichbar sein

Würstchen und Kartoffelsalat versus Festtagsbraten

Sich nur noch mit dem engsten Kreis etwas zu Weihnachten schenken versus das ganze Umfeld mit Geschenken überhäufen (Ihr werdet sehen, wie die Augen von Freundinnen mit Kindern leuchten, wenn Ihr vorschlagt, Euch weiterhin lieb zu haben, aber Euch ab jetzt gegenseitig nichts mehr zu schenken)

Den Partner regelmäßig freundlich um Hilfe bitten versus die frustrierte total fertige und genervte Mutter sein, die ja alles selbst erledigen muss, weil nur sie das ALLES kann 😉

Die eigene Mutter/Schwiegermutter (ja, es soll auch Nette geben 😉 ) – sofern möglich – regelmäßig freundlich um Hilfe bitten (für turnusmäßige Hilfe) versus immer erst dann anrufen, wenn man „halbtot über dem Gartenzaun hängt“ und gar nichts mehr geht

Weihnachtsrundbrief an die Lieben versus jedem eine handgeschriebene Karte schicken. Ich weiß, das klingt unpersönlich, kann aber trotzdem Freude bereiten. Es sei denn, man möchte gar nicht, dass die liebe Familie so viel weiß. Auch eine gute Strategie …

Lieferservice versus selber kochen

Bei der Arbeit nicht gleich „Hier“ schreien und genießen, wenn Ihr ausnahmsweise am letzten Tag des Jahres einmal nicht im Akkord arbeiten müsst versus „Ich bin die tollste und zuverlässigste und fleißigste Arbeitnehmerin der Welt“. Das korrespondiert nämlich oft auch mit „Ich bin die gestressteste und nervigste Mutter für mein Kind“.

Sich ein Waffeleisen schenken lassen versus ich backe für jeden Besuch frischen Kuchen

Kinderspielzeug unsortiert in Kisten schmeißen versus jeden Bauklotz und jedes Puzzleteil jeden Abend neu wegsortieren. Besucherkinder finden das klasse. Für sie ist die Spielzeugkiste Eures Kindes wie eine Wundertüte. Für Fortgeschrittene: Kinderspielzeug als besondere Materie ansehen, die eine natürliche Ordnung besitzt. Die Wohnung ist also total in Ordnung, sofern nur irgendwo Kinderspielzeug rumliegt und nicht etwa andere Dinge.

Eine paar wenige Freundinnen zum Frühstück ins Café einladen versus ich koche und backe zuhause wie wild, um große Besucherzahlen zu bewirten. Die Gespräche werden persönlicher sein.

Öfter mal durchblicken lassen, dass man etwas nicht schafft versus die perfekte Fassade aufbauen. Auf diese Weise kommen nach und nach interessante neue Bekannte aus der Deckung, die einen auch noch viel weniger stressen ;-).

Einer anderen gleichgesinnten Mutter anbieten, dass sie ihr Kind ein paar Stunden zum Spielen vorbeibringen kann versus beide Mütter sitzen immer zusammen (was natürlich auch schön sein kann). Wenn man das im Wechsel macht, haben beide Mütter mal Luft.

Den Weihnachtsbaum mit dem Kind schmücken und dabei eine Engelsgeduld aufweisen (hihihi … 😉 ) versus das komplette Überraschungsprogramm abzufahren und die Familie am heiligen Abend nur noch verschwommen zu sehen, weil einem so schwindlig ist.

 

Diese Tipps stammen zum Teil von Juristin ( https://juraexamenmitkind.wordpress.com/ ) und geizbock ( https://geizbock.wordpress.com/ ) und natürlich auch von mir.

Die Idee zu dieser Versus-Aufstellung kam durch das Lesen eines Kommentars von geizbock auf meiner Seite. Sobald ich diesen Kommentar wiedergefunden habe, kommt hier der Link hin.

Weitere Ergänzung von Juristin:

Schokoglasur aus der Packung versus mühsam Blockschokolade zerkleinern und schmelzen

Weitere Ergänzungen von Simmis Mama

( https://simmijugendamt.wordpress.com ):

„So lange einen Hausarzt suchen bis man einen gefunden hat, der einen auf telefonischen Zuruf krank schreibt, weil er weiß, dass man gerne arbeitet mit Kind aber auch mal eine Krankschreibung braucht.“

„Vorkochen und Essen aufwärmen.“ (Anm. der Verf.: Größere Mengen vorkochen und in Portionen einfrieren, das spart sehr viel Arbeit. Super Idee.)