Aha-Effekt

„Es ist viel schöner seit Du weniger arbeitest“

Das sagte mein Mann gestern unvermittelt.

Ja, es stimmt.

Mich hat es nicht ganz so überrascht.

Auch aus meiner Sicht ist unser Leben viel schöner.

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Zitat einer Mutter

Vor kurzer Zeit kam ich auf einer Zugfahrt mit einer Mutter ins Gespräch. Sie sagte zu mir: „Ich bin nach der Geburt meines Kindes nach einem Jahr wieder 30 Stunden die Woche arbeiten gegangen. Das würde ich nie wieder tun. Das war glatter Selbstmord.“

Sie sagte das mit der Erleichterung einer Person, die diese Situation hinter sich gelassen hat.

Ich ging darauf nicht weiter ein, nickte nur kurz verständig.

Die Aussage schockierte mich in dem Moment, aufgrund ihrer Deutlichkeit.

Aber ich wusste und weiß eigentlich nur zu genau, was sie meinte.

Zitate, die ich nie vergessen möchte – VII

Zitat von Birgit Kelle:

„Wir leben vor allem in einer beziehungsarmen Gesellschaft. In einer Gesellschaft ohne Zeit und ohne Muße. Wir sind alle so furchtbar damit beschäftigt zu konsumieren und natürlich das dazu nötige Geld zu verdienen, dass wir vergessen, zu leben. Kinder zu bekommen, ist in so einer Welt nahezu irrational. Kinder sind Entschleunigung, zeitintensiv. Kinder sind nicht systemkonform, kleine Zeitfresserchen, die nicht den Markt und seine Bedürfnisse bedienen, sondern unsere Herzen ansprechen. Das macht sie so liebenswert. Im Gegenzug kosten sie mich als Frau nicht nur Geld, sondernd auch meine Karriere, meine Figur und meine Altersvorsorge. Rational betrachtet spricht also alles gegen Kinder. Und ja, wir sind nicht kinderfreundlich, wir tun nur so. Wir reden zwar immer von Kinderfreundlichkeit und Familienfreundlichkeit, in Wahrheit ist unsere gesamte Familienpolitik allerdings darauf ausgerichtet, Familien arbeitsmarktfreundlich zu gestalten. Alle müssen funktionieren, nicht nur die Eltern, auch die Kinder. Diese dürfen jetzt auch in 24-Stunden-Kitas in fremden Betten übernachten, damit ihre elterlichen Arbeitsbienchen besser im Schichtdienst ausgebeutet werden können. Man nennt das Fortschritt und moderne Familienpolitik. Ich nenne es das Ende der Kindheit. Die Zerstörung von Familie. Und damit ein Schlag gegen die Grundfeste unserer Gesellschaft.“

(Quelle: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/interview-birgit-kelle-margot-honnecker-waere-stolz-auf-maas-und-schwesig/ )

Zitate, die ins Schwarze treffen – I

„Schönreden kannte ich schon. Es schien ein Allheilmittel zu sein und ging so weit, dass jede Kritik oder schlechte Laune, die eine Mutter zum Ausdruck bringt, sofort verniedlicht und als Späßchen deklariert wird. Niemand darf die Verzweiflung und den Ernst, das Elend spüren, das dahinter steckt.“

Zitat aus „Die Mutterglück-Lüge“ von Sarah Fischer

Ja, aus meiner Sicht kann man das Wort „Mutterglück-Lüge“ in den Mund nehmen und trotzdem eine gute Mutter sein, sein Kind über alles lieben und glücklich über dessen Existenz sein. Man erlaubt sich einfach nur, die Begleitumstände des Kindergroßziehens zu kritisieren. Wenn alle Mütter so glücklich sind, weshalb steigen dann die Zahlen der beantragten „Mutter-Kind-Kuren“ unentwegt? Es gibt bestimmte Diagnosen, die vorliegen müssen, um eine solche Kur genehmigt zu bekommen und die passen nun beileibe nicht zu einem Zustand großen Glücks.

Man kann sich eventuell über den Begriff „Mutterglück-Lüge“ streiten. Es könnte vielleicht treffender heißen: „Glückliche Mütter-Lüge“, denn Mutterglück impliziert natürlich als Erstes das Glücksempfinden durch die Existenz des eigenen Kindes und das kann trotz schwerster Erschöpfung trotzdem groß sein.

Zitate, die ich nie vergessen möchte – V

„Wenn Eltern den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht werden wollen, müssen sie die Prioritäten in ihrem Leben neu setzen. Das Kostbarste, das Eltern ihrem Kind geben können, ist ihre Zeit.“

Zitat aus „Babyjahre“ von Remo H. Largo

„Die Vielfalt bei Kindern ist in jeder Hinsicht so groß, dass Normvorstellungen irreführend sind. Die Vielfalt in ihrem ganzen Ausmaß zu kennen und als biologische Realität zu akzeptieren ist eine grundlegende Voraussetzung dafür, den individuellen Bedürfnissen und Eigenschaften der Kinder gerecht zu werden.“

Zitat aus „Kinderjahre“ von Remo H. Largo

“ Das Kind kann nur so viel von seiner Umwelt aufnehmen, wie es ihm von seinem Entwicklungsstand her möglich ist. Ein Angebot, das über seine Bedürfnisse hinausgeht, bleibt ungenutzt oder behindert gar seine Entwicklung.“

Zitat aus „Kinderjahre“ von Remo H. Largo