Mein Tipp an alle werdenden Mütter vor dem Mutterschutz

Verlasst den Arbeitsplatz vor dem Mutterschutz auf keinen Fall ohne ein qualifiziertes Zwischenzeugnis! (Es ist bei Weitem das Wichtigste, was Ihr vor der Elternzeit bedenken solltet).

Solltet Ihr es doch getan haben, dann kümmert Euch nach der Geburt so schnell wie möglich darum, das Zeugnis noch zu bekommen und das immer nachweisbar, also mit E-Mails, die Ihr Euch für Eure Unterlagen ausdruckt.

Ihr könnt vor der Geburt Eures Kindes wie die Wilden gearbeitet haben und über den grünen Klee gelobt worden sein, wenn Ihr zurückkehrt, erinnert sich kaum einer daran. Denn Ihr seid ja jetzt die anstrengende Teilzeitmutter, die man nur noch Teilzeit ausnutzen kann.

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Ein kleiner Tipp für frisch gebackene Eltern: Elternbriefe

Heute morgen habe ich mal wieder die Elternbriefe in die Hand genommen. Es ist faszinierend, wie diese kurzen, auf bestimmte Altersstufen der Kinder abgestimmten Informationen zur Erziehung immer wieder auf viele unserer Situationen zutreffen. Ich empfinde diese Briefe nach wie vor als sehr hilfreich. Deshalb reblogge ich einen alten Beitrag von mir:

marasgedanken

Nach der Geburt gab es für mich keine hilfreichere Lektüre als die Elternbriefe des Arbeitskreises Neue Erziehung e.V. Diese gibt es in vielen Gegenden kostenlos.

http://www.ane.de/bestellservice/elternbrief-abo/

Sie enthalten kurz und kompakt die wichtigsten Themen und möglichen Probleme, die einen in einem bestimmten Alter des Kindes bewegen können. Und sie nehmen einem durch ihre Unaufgeregtheit und ihren Pragmatismus viel Streß.

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Die Glücksmuschel

Als ich vor einiger Zeit Geburtstag hatte, habe ich einen sehr schönen Tag verbracht. Mein Kind hat an dem Tag natürlich mitbekommen, dass ich einen leckeren Kuchen und ein paar hübsch verpackte Geschenke bekam.

Abends, als wir noch kurz allein im Wohnzimmer waren, sagte es zu mir:

„Mama, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ und umarmte mich ganz fest.

Dann sagte es: „Ich habe nun noch etwas Besonderes für Dich!“ und guckte sehr bedeutungsvoll.

Ich war richtig überrascht.

Die kleinen Füße trippelten hinüber ins Kinderzimmer. Es wurde lang und ausgiebig in einer Spielkiste gekramt.

Dann stand mein kleiner Schatz vor mir und überreichte mir eine „Glücksmuschel“.

Diesen Moment werde ich nie vergessen.

Weißt du eigentlich, wie mächtig du bist?

Verena von „Das Muttersein“ https://dasmuttersein.com/ hat einen Text geschrieben, den man als Mutter/Vater am Besten einmal die Woche lesen sollte. Ich kann Verenas Blog nur empfehlen und folge ihm mit großem Interesse. Lieben Dank für die Erlaubnis, Deinen Text rebloggen zu dürfen, Verena!

Das Muttersein

„Gott hat den Eltern einen größeren Einfluss gegeben, als sie ahnen. Ihre Macht über die Kinder reicht noch über den Tod, über Körper, Raum und Zeit hinaus.“ Karl May

Das Elternsein besteht wie fast alle großartigen und wichtigen Dinge aus unfassbar vielen Rechten und Pflichten. Wir haben das Recht, einen kleinen Menschen anzuleiten, ihm die Welt zu zeigen und einen wichtigen Teil seines Lebens, seine Kindheit, intensiv mit ihm zu verbringen. Für mich einige der schönsten Sachen überhaupt. Welch ein Privileg.  Jedes Recht geht aber auch mit mindestens einer Pflicht einher. Wir Eltern haben neben der Verantwortung unseren Kindern gegenüber auch noch unglaublich viel Macht. Über sie und über das Leben, das sie führen und führen werden. Das ist einem vielleicht nicht immer bewusst, aber überlegt mal, wie viel wir diesen kleinen Menschen geben oder auch nehmen können. Wie hoch unser Einfluss, unser Einwirken, wie groß unser Vorbild ist.

Unsere…

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Traut Euch, junge Eltern, eine Hochzeit abzusagen!

Eine Hochzeit, eine Geburtstags- oder eine andere Familienfeier sind eigentlich etwas sehr Schönes.

Wenn man die Kraft dafür hat.

Meine Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Jahre haben mir in Bezug auf Eltern kleiner Kinder Eines gezeigt:

Viele trauen sich nicht, Hochzeits- und Familienfeiereinladungen abzusagen und am Ende sind Eltern und auch Kinder am Ende.

Ich habe Eltern mit Säugling und Kleinkind, Kinderwagen und Gepäck mit dem öffentlichen Nahverkehr vom Hauptbahnhof einer Stadt kommen und dann noch zwanzig Minuten einen Berg hinauflaufen sehen.

Ich habe es selbst erlebt, wie mein Kind die Reizüberflutung dieser Veranstaltungen nicht mehr ausgehalten und dann Hotelflure zusammengeschrien hat. Die Nacht darauf habe ich dann kein Auge zugetan, weil mein Adrenalinspiegel nicht mehr absinken wollte.

Es gab auch Eltern, die fünf Stunden Auto fuhren, um dann beim abendlichen Menü zum 70. Geburtstag nur bis zum Salat zu kommen und mit einem total überforderten Baby auf dem Zimmer zu landen, die von der Fahrt übrig gebliebenen Salzstangen zu essen und dann die Nacht nicht zu schlafen. Am nächsten Tag wurde dann wieder die stundenlange Autofahrt zurück angetreten.

Tut Euch das nicht an!

Ihr werdet nach so einem Event selbst nicht wissen, wieso Ihr Euch nicht getraut habt, für Eure Grenzen einzutreten.

Es lohnt sich, das zu tun.

Für Euch und Eure Kinder!

Wer nicht versteht, dass solche Veranstaltungen Eltern mit drei Monate alten, zwei Jahre alten und auch vier Jahre alten Kindern den letzten Rest geben können, der hat Euren Besuch gar nicht verdient.

Natürlich gibt es Menschen, die uns so nahe stehen, dass wir für sie ausnahmsweise mal diese Strapazen auf uns nehmen können. Diese sollten wir sorgfältig auswählen. Aber genau diese Menschen sind es auch, die jedes Verständnis für unser Fernbleiben gehabt hätten.

Die meisten Eltern kleiner Kinder arbeiten heutzutage. Da bleibt keine Zeit, sich nach so einer strapaziösen Tour wenigstens am nächsten Tag mal auszuruhen.

Ich möchte mir auch gar nicht vorstellen, welches Risiko solche übernächtigten Eltern mit überreizten Babies und Kleinkindern im Auto im Straßenverkehr für sich und andere darstellen.

Da bleibt nur noch Folgendes: Mutig solche Einladungen absagen, wenn einem danach ist. Und ruhig ehrlich sein. (Da lernt man dann leider auch manche Person mal von einer neuen Seite kennen, aber das kann einem ja auch ganz neue und hilfreiche Erkenntnisse vermitteln).

Je mehr von uns mutig sind, desto mehr wird es gesellschaftlich akzeptiert werden, wenn Eltern einer solchen Feier fernbleiben wollen.

Sollte man jedoch Zuhause einen zuverlässigen Babysitter (z.B. die Oma der Kinder) finden, dann kann man aus so einer potenziell kraftraubenden Feier auch ein Wellness-Wochenende ohne Kind für die gestressten Eltern machen.

„Es wird nicht nur anders, sondern in manchen Dingen auch leichter“ oder „Ein Blick sagt manchmal alles“

Gestern schlenderten wir gut gelaunt durch den Park und um uns herum fuhr unser sehr lebendiges und vergnügtes Kind mit seinem Roller.

Die Leute kamen uns entgegen und die Blicke begegneten sich.

Ein Blick, der mir begegnete, war mir nicht fremd.

Eine Mutter schob ihren Kinderwagen langsam vor sich her. Sie hatte sehr müde Augen. Ihr Blick kam mir deshalb so bekannt vor, weil dieser Blick auch schon oft mein Blick war. Er sagte: „Was könnt Ihr so vergnügt sein, wenn man doch kaum noch schläft mit Kind?“

Dieser Blick machte mich nachdenklich und als wir weiter im Park unterwegs waren, dachte ich immer wieder kurz darüber nach.

Als ich ein paar Monate nach der Geburt einen Bekannten fragte, wann es endlich leichter wird, antwortete er mir „Es wird nicht leichter, nur anders“.

Dieser Satz ist sicher richtig, denn es gibt immer neue Herausforderungen für Eltern, in jedem Lebensalter eines Kindes. An diesen kann man persönlich aber auch sehr wachsen.

Eines möchte ich jedoch trotzdem für die Mütter schreiben, deren aktuell größtes – und aus meiner Sicht auch wirklich ernstzunehmendes – Problem der Schlafmangel ist.

Es wird irgendwann wirklich besser. Irgendwann werdet Ihr nicht mehr wie Schlafwandlerinnen, halb betäubt durch den Tag wandeln.

Ihr werdet, wie ich gestern, endlich Euer Kind mit Energie und Freude zu den Spielgeräten auf dem Spielplatz begleiten.

Gestern sagte ich zu meinem Mann: „Unsere Ausflüge genießen, das kann ich jetzt erst richtig. Ich gehe jetzt sehr gern mit Euch in den Park, in den Zoo, auf ein Kinderfest. Die letzten Jahre habe ich dabei ganz oft nur gedacht: „Wo kann ich mich hinlegen und schlafen? Und wer gibt mir endlich einmal die Gelegenheit dazu?““

Wenn Ihr etwas schlauer als ich seid, dann sorgt Ihr dafür, dass Ihr früher als ich wieder viel mehr Energie habt. Dann macht Ihr Eurem Umfeld früher klar, dass der Mensch auch schlafen muss und bittet um Hilfe, um ein paar Stunden Ruhe für Euch.

Aber es werden mit dem zunehmenden Alter des Kindes auch andere Dinge leichter. Für mich z.B. ist es eine große Erleichterung, dass mein Kind mir nun genau sagen kann, was es möchte. Manchmal kann einen dieser Umstand auch ganz schön nerven, besonders wenn die Wünsche in einem Affentempo ungefähr zehnmal wiederholt werden ;-), aber man weiß nun genau, woran man ist.

Man kann seinem Kind außerdem viel mehr Dinge erklären, weil es sie nun auch versteht, und damit auch den ein oder anderen Schreianfall vermeiden, wenn man ein wenig empathisch ist.

Auch die zunehmende Selbständigkeit meines Kindes erleichtert mir den Alltag sehr. So habe ich mir in letzter Zeit auch einfach mal ab und zu ein Entspannungsbad am Nachmittag gegönnt. Mein Kind spielte währenddessen im Wohnzimmer.

Ja, so etwas wird wieder möglich sein. Freut Euch darauf!

(P.S.: Für Mütter, die unter großem Schlafmangel leiden, hier noch ein Video, das sehr gut über die Wichtigkeit von Schlaf aufklärt:

Und die Bitte, Schlafmangel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und zu versuchen, Lösungen durch Hilfe von außen zu finden oder auch dadurch, dass man ein älteres Kind von der Flasche nachts entwöhnt (Das muss natürlich zum Entwicklungs- und Gesundheitszustand des Kindes passen. Dazu kann der Kinderarzt aber sicher auch etwas sagen). Ich selbst hätte meinem Kind in der Rückschau nicht zweieinhalb Jahre lang nachts die Flasche geben müssen. Da es ein Frühchen war, brauchte es lange Zeit Flaschenfütterung in der Nacht, aber so lange wäre es nicht nötig gewesen. Bei mir hat sich in der langen Zeit des Nachts-Aufstehens eine richtige Schlafstörung entwickelt, die auch weiter angehalten hat, als mein Kind nachts schon wie ein Murmeltier schlief und mich gar nicht mehr brauchte. Hinterher ist man immer schlauer.)