„Mama, …“ – Regelmäßige Überraschungen

„Mama, das Einhorn muss die Haare geschnitten bekommen.“ (Von mir aus.)

„Mama, wieso kauft nur Papa mir Kuscheltiere und Du nur immer Bücher, weil Du sie liebst?“ (Da stehe ich voll und ganz dahinter.)

„Mama, ich brauche jetzt ein wenig Entspannung.“ (Sehr gut!!!)

„Mama, kannst Du meine Hose entkrümpeln?“

„Mama, stell‘ Dir vor, es sitzt ein verlassenes Dinosaurierbaby vor der Tür.“ (Sagt es und nimmt die entsprechende Position ein).

„Mama, ich will jetzt ein Eis … Man kauft seinem Kind ein Eis, wenn es das will.“

„Mama, ich bin schon so aufgeregt auf die Schule. Ich muss alles vorbereiten und Du musst mir mal einen Schulranzen kaufen.“ (Das hat noch Zeit. Ein Glück!)

„Mama, X hat mich zu seinem Geburtstag eingeladen. Der mag mich einfach.“

„Mama, so behandelt man ein Kind nicht.“ (Ich hatte den Wunsch nach einer Capri-Sonne ausgeschlagen.)

„Mama, geh‘ und mach‘ Deine Küche.“ (Müssen wir wohl noch dran arbeiten …)

„Mama, räumst Du bei mir auf? Ich kann nicht so gut aufräumen wie Du.“

„Mama, der Himbeer-Smoothie ist auf dem Sofa.“

„Mama, ich brauche einen Kühler.“ (Fünfmal am Tag)

„Mama, darf ich Star Wars – Klo Wars gucken?“  (Nein)

„Mama, ich krieg‘ gleich ’ne riesen Prise.“

„Mama, man sagt nicht „mhhh“. „Ja“ heißt das. Du sollst ordentlich sprechen.“ (Das hat es nicht von mir. Bei mir darf man auch „mhhh“ sagen.)

„Mama, ich habe schon wieder vier Bienenstiche.“ (Das waren wohl Mücken.)

„Mama, alle Hunde mögen mich.“ (Und kein Hundebesitzer mit seinem Hund entkommt uns.)

„Mama, darf ich Dein Einhorn-Baby sein?“

Und in regelmäßigen Abständen dazwischen gestreut:

„Mama, meine kleine Mischiii-Mama, ich hab‘ Dich ganz doll lieb.“

„Ich Dich auch, mein Schatz.“

Viereinhalbjährige sind einfach zum Verlieben.

 

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Kindermund VIII – Zähneputzen

„Wenn Du etwas Süßes essen möchtest, dann musst Du immer gut die Zähne putzen.“

„Ok, dann esse ich nichts Süßes mehr und putze auch nicht die Zähne.“

„Aber nein, Du musst auch die Zähne putzen, wenn Du etwas anderes als Süßes gegessen hast.“

„OK, dann esse ich gar nichts mehr.“

Kindermund V – Kaubonbons oder Schokolinsen

Mein Kind durfte heute aussuchen, ob es ein paar Schokolinsen oder Kaubonbons haben möchte.

Es hat sich für Schokolinsen entschieden, sie auf das Sofa gelegt und wie ein Pferd mit dem Mund vorsichtig aufgenommen und verspeist.

Als es damit fertig war, kam es zu mir und sagte „Mama, eigentlich wollte ich gar keine Schokolinsen, sondern Kaubonbons.“

„Das geht aber jetzt nicht“ erwiderte ich.

„Du hast mir ja gar nicht genug Zeit gelassen“. (Anm. der. Verf.: „um nachzudenken“ meint es vermutlich)

Ich sagte etwas verdutzt: „Das ist aber jetzt nicht ganz fair.“

Mein Kind mit tief betroffenem Ton: „Mama, so behandelt man kein Kind“.

Vielleicht hätte ich mit meinem kleinen Schatz doch nicht so ausgiebig die Kinderrechte im UNICEF-Buch durchgehen sollen.

Ich warte nur darauf, dass es demnächst entsprechende Paragrafen zitiert. 😉

Kindermund – IV

Mein Kind und ich lasen das Kinderbuch „Die Heinzelmännchen“.

Auf einer Abbildung ist ein aufgeschlitztes Schwein in einer Metzgerei zu sehen.

Mein Kind war entsetzt und auf meine Erklärung hin, dass Menschen auch Schweinefleisch essen, sagte es Folgendes:

„Das Schwein ist arm. Warum kommt es nicht in die Erde und dann in den Himmel?“

Ja, warum eigentlich?