Schon lange aus dem Kino, aber sehr sehenswert – Film: Eltern

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„Der erste Kinofilm“ und Filmtipp

Als großer Kinofan konnte ich mich einfach nicht mehr beherrschen und habe mein Kind mit in seinen ersten Kinofilm genommen, mit Popcorn natürlich.

Es hat den Film gut durchgehalten und am Ende in den Kinoreihen zur Abspannmusik begeistert getanzt. Der Film hat ihm sehr gut gefallen. Es ging um ein heruntergekommenes Theater, kurz vor dem Bankrott, und darum, seinen Traum zu verwirklichen.

Mein Fazit: Es war ein schöner Film für mein Kind, um das Kino kennenzulernen, aber den nächsten Film sehen wir vermutlich erst in vielen Monaten wieder. Es ist sicher sinnvoll, sein Kind erst frühestens ab 5 oder 6  Jahren mit ins Kino zu nehmen, denn es ist schon eine große Reizüberflutung.

Den Film an sich kann ich aber sehr empfehlen. Nach dem Trailer hatte ich gar nicht so viel erwartet, wie am Ende geboten wurde. Mein Mann, mein Kind und ich haben uns köstlich amüsiert. Also, schaut gern mal in den Trailer rein.

Nachtrag: Auf die Frage an mein Kind, ob es in dem Film vor irgendetwas Angst hatte, antwortete es: „Vor den Bären“. Das war auch meine Einschätzung. Deshalb würde ich den Film Freundinnen mit Kindern ab sechs Jahren empfehlen.

„Bad Moms“ – Für jede, wirklich jede Mutter sehenswert

Auch wenn der Film „Bad Moms“ nicht mit Witzen der geschmacklosen Sorte geizt, die sich auch noch wiederholen:

Er sollte von jeder Mutter gesehen werden, denn er enthält aus meiner Sicht eine ganze Menge von Wahrheiten zum Mutterdasein.

Der Film bricht ein Tabu und da ist mir die ein oder andere Geschmacklosigkeit vollkommen egal. Der Film hat gut unterhalten und war Balsam für meine Mutterseele.

Er musste den Spagat meistern, eine Mutter zu zeigen, der es reicht, die nicht mehr bei dem überzogenen „Mutterzirkus“ mitmachen möchte und ausbricht und die doch gleichzeitig wiederum eine Mutter ohne Fehl und Tadel ist, die ihren Kindern mit ihrem „Ausbruch“ auch nicht schadet.

Schließt sich das aus?

Vermutlich am Ende nicht, was der Film auch zeigt.

Es überrascht auch nicht, dass der Film aus den USA kommt, die nicht dafür bekannt sind, dass auf Belange von Müttern irgendwelche Rücksicht genommen wird (siehe Mutterschutzregelungen).

Aus meiner Sicht zeigt der Film aber leider auch eine Utopie: Mütter, die flächendeckend zusammenhalten und sich gemeinsam befreien, aus den Fesseln ihres vollgepackten und überreglementierten Alltags, den sie schon lange nur noch mit Tricks bewältigen können (eine starke Szene des Films).

Aber vielleicht wird diese Utopie doch keine sein, wenn wir alle diesen Film gesehen haben.

Viel Spaß im Kino!