Mein Vorsatz für 2018

Dieses Jahr kämpfe ich um etwas, das mir zu Unrecht seit Jahren vorenthalten wurde. Da vergesse ich jetzt auch mein Harmoniebedürfnis. Angst habe ich auch nicht mehr. Ich bin bereit, meine Rechte durchzusetzen.

Außerdem lasse ich mich nicht mehr von Leuten ausnutzen, in irgendeine Richtung drängen, für irgendetwas instrumentalisieren. Ich bin bereit dafür. Da habe ich lieber weniger Kontakte und mehr Qualität.

Das Wort der Stunde ist „NEIN“.

 

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Dinge loszulassen befreit ungemein

In den letzten Tagen habe ich fast jeden Tag eine oder mehrere Einheiten bei uns aufgeräumt. Es gingen diverse Tüten und Kartons zu unserem Sozialkaufhaus. Und es tut sooooo gut. Heute war mein ohnehin nicht sehr umfangreicher Schuhschrank dran. Ich habe mich von ein paar Schuhen getrennt, die wirklich nicht mehr ansehnlich waren und bin jetzt bei insgesamt verbleibenden 12 Paaren gelandet.

Wenn Ihr ebenfalls Lust habt, mit möglichst wenig Ballast in das Jahr 2018 zu starten, ist folgender Artikel sicher interessant für Euch:

Hier der Link zu einem Welt-Online-Artikel von Ricarda Landgrebe von heute mit dem Titel: Das sind die besten Strategien zum Ausmisten

https://www.welt.de/icon/service/article172146541/Aufraeumen-Die-besten-Methoden-richtig-auszumisten.html

Sortiertheit und Befreiung von unnötigem Ballast

Es tut so gut, aufzuräumen und auszusortieren.

Und es tut mir überhaupt nicht gut, dass mir für so etwas immer die Kraft und die Zeit fehlt. Erst wenn ich ein paar Tage Urlaub habe, komme ich dazu. Und dann gibt es immer einen Konflikt: Schenke ich die Zeit meinem Kind oder meinem dringenden Ordnungsbedürfnis?

Für einen von Natur aus ordnungsliebenden Menschen ist es eine Qual, durch die Mehrfachbelastung von Haushalt, Job und Kind nicht zu einer geregelten Lebensführung gelangen zu können. Immer bleiben Dinge liegen. Es häufen sich in den Ecken, Kisten und Schubladen Dinge an, die schon längst hätten weggeräumt oder entsorgt werden müssen. Das belastet meine Seele sehr.

Da Sylvester naht, habe ich nun einen Plan. Nächstes Jahr an Sylvester möchte ich in einem gut sortierten Haushalt ohne unnötigen Ballast leben, der uns Luft zum Atmen und Leben lässt.

Der Weg dahin: Ab heute werde ich jeden Tag eine Einheit in unserer Wohnung ausräumen, auswischen, aufräumen und gleichzeitig aussortieren. Das kann eine Schublade sein, ein kleiner Schrank, eine Kiste etc. (Die  aussortierten Dinge bringe ich zu unserem Sozialkaufhaus oder verkaufe Bücher über Momo*.)

An Tagen, an denen ich arbeite, nehme ich mir nur eine ganz kleine Einheit vor. An Tagen, an denen ich nicht arbeite, nehme ich mir eine größere Einheit vor.

Das mache ich bis Ende des Jahres 2018.

Nachdem ich mir heute morgen als meine Familie schlief schon meinen Schreibtisch vorgenommen habe, mache ich jetzt noch eine kleine Küchenschublade. Und dann höre ich auf. Das ist schwer, weil ich gern alles auf einmal machen würde, aber es geht nun einmal nicht. Ich habe ein Kind und das kann ich nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher parken.

Deshalb der Weg der kleinen Schritte.

„Sonntags ist Badetag“ oder Mütterliche Entlastungsmaßnahmen

Ein Trick, um mit dem Alltag besser fertig zu werden, ist für mich, bestimmte bzw. einen Teil eigentlicher Alltags-Aktivitäten auf das Wochenende zu verlagern. Dann ist die Woche weniger anstrengend. Das führt natürlich auch dazu, dass wir uns am Wochenende nicht so oft verabreden, aber das tut uns auch gut. Auf diese Weise kommen wir ein wenig zur Ruhe.

So habe ich es seit einiger Zeit eingeführt, dass ich mich Sonntags morgens mit meinem Kind auf dem Sofa in eine Decke einkuschele und Bilderbücher vorlese und danach erst einmal in die Badewanne verschwinde. Und dort nehme ich mir dann ganz viel Zeit. Mein Kind kann in der Zwischenzeit allein spielen (die Badezimmertür ist geöffnet und ich bin auf dem Laufenden), mit Papa durch das Wohnzimmer toben oder wird auch mal von ihm vor den Tablet gesetzt.

Danach gibt es ein schönes Frühstück mit einer Mama, die sich wieder sehr wohl in ihrer Haut fühlt und dann geht es meist, wenn wir in dieser Woche nicht zu müde sind, zu einem kleinen Ausflug an die frische Luft.

Abends darf dann mein Kind ein gemütliches Schaumbad nehmen und wir haben aus dem Notwendigen etwas sehr Angenehmes gemacht.

 

 

 

„Glückliche Schweißperlen“ oder „Mütterliche Entlastungsmaßnahmen“

Heute habe ich das getan, was ich schon so lange tun wollte. Oder besser, ich habe damit angefangen. Ernsthaft damit angefangen, Ballast weg- und abzuwerfen.

Als ordnungsliebender Person hat mir das „Kinderchaos“ ernsthaft zugesetzt. Und damit meine ich nicht mein Kind, sondern das Chaos, das nach seiner Geburt ausgebrochen ist. Da wir kurze Zeit davor auch noch geheiratet haben, wurden wir von Dingen regelrecht überschwemmt.

Keine Sorge, mein Kind wächst in halbwegs geordneten Verhältnissen auf ;-), aber ich muss schon feststellen, dass ich niemals erwartet hätte, dass ein Haushalt so ein Fass ohne Boden sein kann.

Immer kamen neue Dinge dazu. Die lieben Verwandten brachten hier ein Geschenk mit und dort. Permanent brauchte man neue Kleidung, weil die Alte schon wieder zu klein war. Man brauchte so viele Dinge aus dem Babyladen. Eigentlich braucht man sie ja nicht, aber man hat das Gefühl, man braucht sie. Und wenn man selbst stark genug war, bestimmten Schwachsinn nicht zu kaufen, wurde man von Irgendjemanden darauf aufmerksam gemacht, dass das Kind dieses und jenes ja noch gar nicht hätte.

In manchen Stunden hätte ich am Liebsten einen Lastwagen bestellt und die Hälfte unseres Hausstandes einfach rausgeworfen. Ich sehnte mich so sehr nach meiner früheren kleinen gemütlichen Wohnung, in der Klarheit herrschte und es nicht so viel Schickschnack gab.

Heute habe ich mir gesagt, dass es nun Zeit ist, wieder an die alten Zeiten anzuknüpfen.

Dieses Vorhaben hatte ich schon öfter, aber es scheiterte immer an den fünf Stunden. Fünf Stunden Betreuung meines Kindes in der Kita an meinem freien Freitag. Fünf Stunden, in denen ich alles machen kann, was ich sonst nicht schaffe. Der Tag, dem eigentlich immer eine ellenlange To-Do-Liste droht. (Ja, ich gebe es zu, ich führe wieder To-Do-Listen, aber ich lasse mich nicht von ihnen quälen).

Heute habe ich mich von den „nur“ fünf Stunden nicht abhalten lassen. Das Problem war immer, dass ich, wenn ich gerade so richtig drin war, zur Kita musste und mein Kind einsammeln.

Heute habe ich morgens rigoros angefangen auszusortieren.

Ich habe mich von dem Gedanken verabschiedet, dass ich als arbeitende Mutter jemals dazu komme, unsere Sachen zu verkaufen, zu versteigern, geschweige denn auf den Flohmarkt zu gehen.

Ich bin niemals dazu gekommen, in den letzten Jahren. Und auch wenn wir das Geld natürlich brauchen könnten, wenn ich es nie mache, kommt auch kein Geld für die Sachen rein.

Mit dem Gedanken, dass ich die Dinge spenden könnte, fiel mir das Aussortieren sehr leicht und es machte mich sehr glücklich. Ich fuhr die Dinge gleich alle zur Annahmestelle.

Außerdem brachte ich nicht mehr brauchbare Sachen zum Recyclinghof.

Als ich mein Kind abholen musste, war die Wohnung in einem ziemlich chaotischen Zustand. Nachdem ich mit ihm Zuhause eine kleine Pause gemacht hatte, habe ich es beim Aussortieren gleich mit einbezogen. Es durfte mir sagen, welche Kleidung es noch trägt und welche nicht. Und auch, was ihm zu eng ist. Das geht bei einem fast vierjährigen Kind doch schon erstaunlich gut. Als es dann nicht mehr so richtig mitmachte und mein Geduldsfaden langsam riss, habe ich ihm großzügig erlaubt, Kinderfernsehen zu gucken.

Und ich habe mir gedacht: Das ist mein gutes Recht.

Es ist mein Bedürfnis, wieder Ordnung in mein Leben zu bringen und mein Kind nimmt dadurch auch keinen Schaden.

Nun sitze ich mit kleinen Schweißperlen auf der Stirn in der Wohnung, sehe mich um, unglaublich glücklich, denn ich habe das Gefühl wieder ein wenig von meinem alten Leben zurückgeholt zu haben.

Und ich nehme mir vor: „Eine Schublade am Tag“, denn natürlich bin ich noch nicht fertig.

Aber es geht voran und ich möchte allen Müttern sagen, dass die Zeit kommt, in der Ihr wieder anfangen könnt, zu gestalten und nicht immer nur reagiert.

Was ist eigentlich an einem 11-Stunden-Arbeitstag im Haushalt eine „Mütterliche Entlastungsmaßnahme“?

Ich sage es Euch: Den ganzen Kram muss ich nicht mehr unterbringen, abstauben, hin- und herschieben und ratlos hin- und her sortieren.

Einfach herrlich!

 

 

 

Mütterliche Entlastungsmaßnahmen

Ich werde nun von Zeit zu Zeit schreiben, wie ich versuche, mich zu entlasten. Denn so wie in letzter Zeit geht es offensichtlich bei uns nicht weiter.

Wenn ich nicht demnächst im Job hinschmeissen möchte, weil gar nichts mehr geht, muss ich diverse neue Wege gehen und das obwohl ich ein Gewohnheitstier bin.

Die erste wunderbare Entlastung ist die Putzhilfe gewesen. Und ich merke schon, wie sehr ich sie vermisse, wenn sie mal nicht kann. Ist aber nicht schlimm, denn eigentlich machen auch schon alle zwei Wochen zwei Stunden Putzhilfe sehr glücklich. Das würde reichen und wird vermutlich auch aus finanziellen Gründen in ein paar Wochen darauf umgestellt. Es gibt auch Putzhilfen, denen diese Einsatzfrequenz reicht. Einfach mal ausprobieren, wenn Ihr Euch ein wenig Entlastung wünscht. Wie gesagt, zwei Stunden alle zwei Wochen können schon sehr glücklich machen.

Nun zur nächsten Entlastungsmaßnahme: Die Freizeitgestaltung meines Kindes liegt in MEINER Hand, es sei denn, mein Mann möchte einfach mit unserem Kind losziehen und mit ihm die tollsten Dinge unternehmen. Gerne, jederzeit!

Aber Dinge wie: „War unser Kind heute hier?“ „War unser Kind heute dort?“ „Wart Ihr im Zirkus, beim Eisessen, beim Ballett, im Schwimmbad, auf dem Spielplatz, im Institut für die Pilotenlizenz für Dreijährige?“ will ich nicht mehr beantworten. Auch nicht von Omas, Opas, Tanten, Onkels etc. Entweder man unternimmt selbst etwas mit meinem Kind oder man lässt es.

Und deshalb hier die nächste Entlastungsmaßnahme: Ich cancele den Kinderkurs, der mich nervt. Weil ich dort sowieso so gut wie nie hingehe, weil er mir jede Woche ein schlechtes Gewissen beschert und dann auch noch Geld kostet. Und zwar am Nachmittag meines freien Vormittags-Tages. Da habe ich meist schon sehr viele Dinge in wenigen Stunden am Vormittag erledigt und dann stehle ich mich davon, indem ich den Kinderkurs mal wieder ausfallen lasse, weil ich einfach müde bin. Bisher habe ich die Mitgliedschaft alibimäßig beibehalten. Damit ich sagen kann. Ja wir sind beim …! (Das kann für die erste Zeit als Mutter auch eine sinnvolle Strategie sein ;-))

Nein, wir sind nicht beim…! Ich habe genug zu tun als arbeitende Mutter.

Meine wichtigste Priorität sollte nun sein, dass mein Kind auf den Spielplatz, nach draußen kommt, wie eigentlich oft, und in regelmäßigen Abständen nachmittags kleine Verabredungen mit anderen Kindern hat. Aber eben auch nicht immer, weil es Nachmittage nach der Arbeit gibt, wo ich so müde bin. Und mittlerweile auch fast ohne schlechtes Gewissen friedlich mit meinem Kind zuhause schlummere.

Ja, seit ich arbeite kommt mein Kind nicht mehr jeden Tag raus.

Ja, seit ich arbeite habe ich noch weniger Lust, nachmittags ein Unterhaltungsprogramm durchzuziehen. Mein Kind hat damit offensichtlich kein Problem, wahrscheinlich nur die Vertreter der allgegenwärtigen Bespaßungskultur.

Ja, ich bin keine Maschine, ich bin ein Mensch.

(Was ich nicht unterschlagen möchte: In ein paar Monaten beginnt ein Musikkurs, den ich meinem Kind ermöglichen möchte. Das wird dann erst einmal unser einziger Kurs die Woche sein und bleiben. So der Plan!)

Kleiner Exkurs: Daran, wie eine andere Mutter fragt „Kommt Dein Kind nicht mehr zum Y-Kurs?“ kann man eine Menge ablesen. An der Reaktion auf meine Antwort „Es hat gesagt, es möchte nicht mehr, und das respektiere ich einfach mal.“ noch viel mehr.

Eine Putzhilfe …

für zwei Stunden die Woche kann eine Mutter sehr glücklich machen.

Es gibt nichts anderes, das ich mir für diesen Geldbetrag kaufen könnte und das mir mehr Freude machen würde.

(Zwei Stunden alle zwei Wochen können auch schon völlig ausreichend zum Glück sein.)