Interessant!

Im Oktober 2017 wurde ein älterer Beitrag von mir sehr, sehr häufig gelesen und zwar geht es um die Angst vor dem Job-Wiedereinstieg bei Müttern:

https://marasgedanken.wordpress.com/2016/04/21/die-angst-vor-dem-job-wiedereinstieg-nach-der-elternzeit/

Das Thema scheint also irgendwie relevant zu sein.

In letzter Zeit lese ich auch viel über Mütter, die sich selbstständig machen. Ich sehe darin nicht nur eine gute Nachricht. Viele Mütter haben aufgrund unseres familienunfreundlichen Arbeitsmarktes gar keine andere Wahl.

 

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Ein kleiner Tipp für frisch gebackene Eltern: Elternbriefe

Heute morgen habe ich mal wieder die Elternbriefe in die Hand genommen. Es ist faszinierend, wie diese kurzen, auf bestimmte Altersstufen der Kinder abgestimmten Informationen zur Erziehung immer wieder auf viele unserer Situationen zutreffen. Ich empfinde diese Briefe nach wie vor als sehr hilfreich. Deshalb reblogge ich einen alten Beitrag von mir:

marasgedanken

Nach der Geburt gab es für mich keine hilfreichere Lektüre als die Elternbriefe des Arbeitskreises Neue Erziehung e.V. Diese gibt es in vielen Gegenden kostenlos.

http://www.ane.de/bestellservice/elternbrief-abo/

Sie enthalten kurz und kompakt die wichtigsten Themen und möglichen Probleme, die einen in einem bestimmten Alter des Kindes bewegen können. Und sie nehmen einem durch ihre Unaufgeregtheit und ihren Pragmatismus viel Streß.

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Die Menschenwürde ist unantastbar. Wirklich?

Mit „Mama streikt“
https://mamastreikt.wordpress.com/
habe ich heute nicht nur einen für mich sehr interessanten Blog einer mutigen Mutter gefunden, sondern auch noch den Tipp für ein Buch von Mariam Irene Tazi-Preve mit dem Titel „Das Versagen der Kleinfamilie“. Warum die Verfasserin von „Mama streikt“ so mutig ist, könnt Ihr hier lesen: https://mamastreikt.wordpress.com/2017/06/14/als-mamalie-streikte/
Aber nun erst einmal zur Buchrezension von „Mama streikt“. Vielen Dank für die freundliche Erlaubnis, diese auf meinem Blog rebloggen zu dürfen.

Mama streikt

Ende August bekam ich per E-Mail eine Anfrage für die Rezension des Buchs: „Das Versagen der Kleinfamilie. Kapitalismus, Liebe und der Staat“von der Autorin Mariam Irene Tazi-Preve. Ich war erst einmal aus 2 Gründen misstrauisch: Mein „junger“ Blog hat (noch!) keine so große Reichweite. Des Weiteren muss ich ehrlich gestehen, dass ich vorher noch nie etwas von der Autorin gehört oder gelesen hatte. Internet sei Dank konnte ich schnell herausfinden, dass es die Professorin für Politikwissenschaft und Geschlechterforschung wirklich gibt (ist mir jetzt schon fast peinlich das zu schreiben, aber es war halt so) und ich den Link für die Buchbesprechung in der E-Mail beruhigt anklicken konnte. Natürlich hat mich die Anfrage dann, als ich mein Misstrauen überwunden hatte, gefreut und ich habe angefangen mit Enthusiasmus zu lesen. Nach den ersten 30 Seiten habe ich das Buch dann weggelegt und mich gefragt, ob ich es tatsächlich zu Ende lesen…

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Ich bin nicht allein …

mit den Gefühlen

der Überforderung,

der Übermüdung,

des Gehetztseins

der letzten Jahre.

Um das zu begreifen, muss ich mir nur Frauenzeitschriften genauer ansehen.

Es ist auffallend, dass in vielen dieser Magazine mittlerweile auf jeder x-ten Seite für Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Vitaminpräparate geworben wird. Achtet einmal darauf.

Eine Werbung fand ich besonders treffend, aber auch traurig:

Abbildung einer Mutter mit Kind

Darunter sinngemäß die Worte: „Sie sind von der Arbeit gestresst. Ihr Kind will unterhalten werden. Nehmen Sie etwas von unserem Vitaminpräparat.“

Ist das unsere Zukunft? Medikamente, Aufputschmittel und Vitaminpräparate?

Aber das eigentliche Problem bleibt bestehen. Die systematische Überforderung von Eltern.

Aber nicht nur die.

Die systematische Überforderung von uns allen.

Heute morgen blockierte mir ein Müllwagen den Weg zum Parkplatz. Ich wartete geduldig und warf einen Blick ins Fahrerhaus.  Da saß keiner drin. Dann kam ein Mann angehetzt und warf sich hinters Steuer und fuhr den Wagen weiter. Was ist das wohl für ein Arbeitstag? Den Wagen ein Stück bewegen, dann herausspringen, schwere Mülltonnen wuchten, wieder ans Steuer springen, weiterfahren …

Das ist doch nicht normal.

Kinder an sich sind nicht stressig

Heute morgen fuhren mein Kind und ich mit Bus und Bahn zur Kita. Da ich heute frei habe, war ich morgens schon einigermaßen entspannt.

Mein Kind hatte von mir ein Milchbrötchen versprochen bekommen und wollte dieses essen, während wir unten an der Bahn auf der Bank sitzen und ankommende und abfahrende Züge und die vielen ein- und aussteigenden Menschen beobachten. Also saßen wir inmitten der hektischen und nicht gerade glücklich dreinblickenden Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit waren, und mein Spatz mümmelte sein Milchbrötchen. Als wir damit fertig waren, stiegen wir in unsere Bahn und fuhren zur Kita.

Es fiel mir auf, wie wenig Kinder in der Bahn waren. Wie die Leute guckten, sich ihr trüber Blick aufhellte, weil mein Kind sich fröhlich zu allem äußerte („Hui, Mama, da kommt noch eine Bahn“) und das Leben einfach nur spannend fand.

In diesem Moment wusste ich wieder ganz genau, dass dieses kleine Mädchen neben mir der größte Schatz ist, den man nur haben kann. Sein Blick auf die Welt, sein Urvertrauen, seine Fröhlichkeit.

Es macht mich nur traurig, dass ich an stressigen Arbeitstagen nicht immer so auf dieses kleine Mädchen eingehen kann, wie ich möchte.

Dieses kleine Mädchen ist von Natur aus nicht anstrengend und stressig und andere Kinder sind es auch nicht. Stressig ist es, sie in unser Erwachsenenleben zwängen zu müssen, mit all‘ seiner Hektik. Stressig nicht nur für uns, sondern ganz besonders für sie, die Kleinen, die gern verweilen und alles mit ihren Sinnen aufnehmen, die unbeschwert sein wollen, ausgelassen und fröhlich.